Kultur

Kunst Amnon David Ar stellt Werke online aus

Luftgeschäfte im Video

Archivartikel

Eine Ausstellung, die niemand live sehen durfte, ist jetzt in einem Video verewigt. Monatelang hat Dietmar Schuth vom Schwetzinger Kunstverein die Werke unter dem Titel „Luftgeschäfte“ vom israelischen Maler Amnon David Ar im Palais Hirsch vorbereitet. Der erste Lockdown im März hat all das zunichte gemacht. Das Video von der Firma event 4 rent gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Steffen Groß sei nun ein kleines Trostpflaster. „Im März hat uns das alles sehr überrascht, da war die erste Reaktion, dass wir alles digitalisieren. Aber nun hat es doch einige Monate gedauert, bis es fertig produziert war“, erklärt Schuth.

Pfarrer Groß setzt sich schon seit Beginn der Corona-Krise für die Kultur in der Stadt ein. „Es war für uns ein Dienst am Kunstverein und an der Gesellschaft. Wir haben ja die Möglichkeit, Dinge sichtbar zu machen – das wollten wir nutzen.“

Im Video erklärt Schuth unter anderem, dass der Begriff Luftgeschäft aus dem Jiddischen kommt und übersetzt „brotlose Kunst“ bedeutet. Der israelische Maler hat diesen ironischen Titel selbst gewählt. Seine Malweise folgt der klassischen akademischen Schule. Oft zeigt er Selbstporträts und Bildnisse seiner Freunde.

Zusätzliche Aufmerksamkeit

Der Künstler Amnon David Ar selbst ist glücklich über die zusätzliche Aufmerksamkeit, die er durch das Video bekommt. „Das war ich ihm schuldig, nun kann er das als Präferenz zeigen. Die Atmosphäre einer Ausstellung vor Ort, kann das aber nicht ersetzen“, sagt Schuth.

Eigentlich sollte der Mannheimer Videokünstler Fritz Stier im Dezember in der Schlosskapelle ausstellen, „dann wollten wir es erst in den Außenbereich verlegen, aber das war technisch nicht möglich. Kunstprogramme können nicht so einfach umgeschmissen werden“, erklärt Schuth.

Info: Video und Online-Katalog unter www.kunstverein-schwetzingen.de 

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