Kultur

Mannheimer REM fordern Wiedereröffnung

Als Mitglied im internationalen Arbeitskreis „Museen für Geschichte“ (AK) gehören die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen (REM) zu den Unterzeichnern einer Stellungnahme zur Schließung der Ausstellungshäuser im zweiten Lockdown. Der AK unterstütze laut einer Mitteilung der REM von Mittwoch zwar alle sinnvollen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die 35 Museen für Kulturgeschichte oder Stadtmuseen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Belgien kritisieren aber auch, dass sie als Freizeit- und Vergnügungseinrichtungen klassifiziert und geschlossen wurden: „Museen gehören zu den sichersten Orten“, heißt es mit dem Verweis nicht nur auf erfolgreiche Hygienekonzepte, von Haus aus große Räume und moderne Lüftungsanlagen: „Besucher kommen und gehen hier nicht im Pulk, sondern verteilt über den ganzen Tag. Vor allem sind Museen Orte, in denen man sich gut separieren und verteilen kann, und es gibt überall Aufsichten, die das überwachen. Anders als in Kaufhäusern wird in Museen kaum etwas angefasst, das Publikum der Museen ist in hohem Maße diszipliniert.“

Unterricht im Museum?

Museen seien nicht nur besonders sicher, sondern auch besonders relevante Orte: „Sie bieten Orientierung, informieren und stärken die Menschen.“ Sie fungierten auch als Bildungseinrichtungen. Deshalb fordert der Arbeitskreis eine baldige Wiedereröffnung der Museen: „Die dafür nötigen Bedingungen und Auflagen, die für andere Bildungseinrichtungen, Kirchen oder Geschäfte gelten, erfüllen sie bereits.“

Außerdem böten sich die Häuser als außerschulische Lernorte gerade jetzt besonders an: „Der Vorschlag von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, mit Schulklassen auch in Museen zu gehen und so die beengte Raumsituation der Schulen zu verbessern, sollte zeitnah umgesetzt werden.“

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