Kultur

Mehr als 20 000 Gäste bei 21. Festivalauflage

Archivartikel

Mehr als 20 000 Besucher haben die 80 Veranstaltungen der 21. Auflage von Enjoy Jazz in diesem Jahr besucht, wie Festivalleiter Rainer Kern (Bild) am Sonntag auf Nachfrage mitteilt. Das sind rund 1000 Gäste weniger als im Vorjahr und entspricht dem Niveau von 2017. „Aber bei der Jubiläumsausgabe hatten wir auch 15 Veranstaltungen mehr. Die Besucherzahl pro Termin geht tendenziell nach oben, ich bin sehr zufrieden.“

Vor allem hat für Kern die Klammer zwischen Eröffnungs- und Abschlusskonzert weiblicher Stars wie Carla Bley und Eleni Karaindrou nicht nur im Licht der #MeToo-Debatte wunderbar funktioniert. Ein weiteres Glanzlicht des 2019er-Jahrgangs sei für ihn der Besuch von Manfred Eicher, Chef des Labels ECM Records, das unter anderem bei Enjoy Jazz sein 50. Jubiläum beging, beim Festivalabschluss im Opernhaus des Nationaltheaters gewesen: „Bei der Jubiläumsfeier am Lincoln Centre in New York war er nicht. Dass außerdem Schauspieler Matthias Brandt nach einem anstrengenden Dreh gekommen ist, weil es ihm wichtig war, Manfred bei uns zu begrüßen und das Abschlusskonzert zu erleben, gibt mir ein warmes Gefühl.“ Denn es zeige, wie eng und freundschaftlich das Netzwerk des Festivals inzwischen sei – „regional, bundesweit, aber auch international“.

Noch viel dankbarer habe er die große Diversität bei der 21. Festivalausgabe wahrgenommen, vor allem, aber nicht nur in der Musik: „Wie gut diese Vielfalt beim Publikum angekommen ist, das sich nicht nur auf das Bekannte eingelassen hat, macht mir große Hoffnung für die Zukunft unserer Demokratie und Gesellschaft.“ Bei Enjoy Jazz habe sich gezeigt, dass Kunst nicht stehenbleibe und Menschen Vielfalt positiv aufnehmen – „trotz der Tendenz reaktionärer Kräfte, Diversität abzuschaffen“. 2020 soll Enjoy Jazz vom 2. Oktober bis zum 14. November über die Bühnen der Metropolregion gehen. jpk

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