Kultur

Film Branche verzeichnet die schlechtesten Zahlen seit 1992

Mieses Jahr für Kinos

Die Zahl der Kinobesucher in Deutschland ist im vergangenen Jahr drastisch zurückgegangen. 105,4 Millionen Kinogänger wurden 2018 gezählt. Damit wurden 13,9 Prozent weniger Tickets als im Vorjahr verkauft. 2017 hatten noch 122,3 Millionen Menschen für einen Film im Kino bezahlt. Damit verzeichnet die Branche die schlechtesten Zahlen seit 1992, wie die Filmförderungsanstalt gestern bekanntgab.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) verwies schon vor Veröffentlichung der Zahlen auf Ursachen des Einbruchs: „Es gab eine Fußball-WM und einen heißen langen Sommer. Das merken die Kinos sofort“, hatte Grütters der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Hinzu kommt die Konkurrenz durch Streamingdienste.

Selbst von den erfolgreichsten Filmen erreichte keiner die Marke von vier Millionen Besuchern. Das war 2017 noch drei Filmen gelungen. Spitzenreiter war 2018 „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ (3,6 Millionen Tickets) vor „Avengers: Infinity War“ (3,4 Millionen) und „Fifty Shades Of Grey – Befreite Lust“ (3,0 Millionen).

Deutsche mögen „Jim Knopf“

Von deutschen Produktionen lockte „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“ mit 1,8 Millionen verkauften Tickets die meisten Besucher in die Kinos. Auf Platz zwei ebenfalls ein Kinderfilm: „Die kleine Hexe“ wollten 1,6 Millionen Menschen im Kino sehen.