Kultur

Kunst Ausstellung von Zeichnungen und Installationen der Staatlichen Graphischen Sammlung trägt den Titel „Wasserfarben“

Münchner Schau zeigt Werke von Eliasson

Archivartikel

Bekannt ist Olafur Eliasson, der auch in der Mannheimer Kunsthalle vertreten ist, vor allem für seine Installationen. Nun rückt die Staatliche Graphische Sammlung in München das zeichnerische Werk des dänisch-isländischen Künstlers in den Mittelpunkt. „Olafur Eliasson – Wasserfarben“ stelle diese Arbeiten erstmalig in all ihren Facetten vor, teilte die Sammlung gestern in München mit. In den Räumen in der Pinakothek der Moderne sind von heute an bis zum 2. September knapp 50 Arbeiten zu sehen, darunter Aquarelle, Zeichnungen, Skizzen, Skulpturen und Rauminstallationen. Besonders interessant ist der Ansatz der Kuratoren, die enge Verbindung zwischen Eliassons Zeichenkunst und seinen Installationen aufzuzeigen.

Studien mit Licht

Erste Ideen würden bei ihm in der Zeichnung formuliert und während eines Projektes immer wieder zu Rate gezogen. „Man gewinnt geradezu den Eindruck, dass der Künstler in der Zeichnung denkt.“ Gezeigt werden großformatige Aquarelle ebenso wie Farb- und Lichtstudien, Zeichnungen und Arbeiten, die sich mit der Erforschung von Naturphänomenen beschäftigen. Auch eine neue Glasarbeit ist zu sehen, Oceanic atmoshere von 2018.

Eliasson lebt in Kopenhagen und in Berlin. In München lässt sich sein Werk auch außerhalb der Pinakothek bewundern: In der Einkaufspassage Fünf Höfe in der Innenstadt hängt seine riesige, kugelförmige Skulptur „Sphere“, Stahlbänder, die wie bei einem Wollknäuel um eine hohle Mitte geschlungen sind.