Kultur

Archäologie Brasilien trauert um nationale Kulturgüter

Museum brennt aus

Archivartikel

Ein Großbrand hat weite Teile des brasilianischen Nationalmuseums in Rio zerstört. 200 Jahre Geschichte werden innerhalb weniger Stunden ein Raub der Flammen: „Wir wissen noch nicht, wie viel Material zerstört worden ist“, sagte Museumsdirektor Alexander Kellner gestern in einer ersten Stellungnahme. „Brasilien trauert. Das Feuer betrifft jeden, nicht nur die Institution.“

Das Feuer war am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr ausgebrochen, als das Museum bereits geschlossen war. Rasch griffen die Flammen auf fast alle Teile des Gebäudes über. Verletzte gab es nach Angaben der Museumsverwaltung nicht. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Zeitung „Folha de São Paulo“ spekulierte über einen Kurzschluss.

Das Museum galt mit seiner geologischen, botanischen, paläontologischen und archäologischen Sammlung als eines der wichtigsten Ausstellungshäuser Südamerikas. Neben Exponaten aus der Region verfügte es auch über ägyptische Mumien, griechische Statuen und etruskische Artefakte.