Kultur

Corona Theater Felina-Arena stellt neuen Spielplan vor

„Nah und doch sicher“

Ungewohnt präsentiert sich die Hauptbühne des Mannheimer Theaters Felina-Areal: Eine Wand aus Holz und Plexiglas umgibt die Spiel- und Tanzfläche, durch Trennelemente werden dabei Kabinen in variabler Größe geschaffen, die rund 25 bis 30 Zuschauern Platz bieten können. „Nah und trotzdem sicher: Tanz vor der Scheibe“ heißt dieses Corona-Konzept, das Theaterleiter Sascha Koal erfolgreich beim Landesförderprogramm Kultursommer 2020 eingereicht hat – um dann seine Sommerferien damit zu verbringen, es in die Tat umzusetzen, wie er bei der Vorstellung des im September sehr dicht gefüllten Spielplans zur neuen Spielzeit erzählt.

Zum Einsatz kommt das (für andere Produktionen auch wieder demontierbare) Kabinen-System erstmals bei der Premiere von „A Boxful of Dancers I“, einem Tanzabend mit elf Choreographien der regionalen Szene am 16., 19. und 20. September. Der zweite Teil soll im November folgen. Die nächste, gleichfalls im „Tanz vor der Scheibe“-Programm angesiedelte Premiere folgt am 24., 26. und 27. September mit „Tanzt (a)tonal!“, einem Abend mit fünf Choreographien zu Stücken von Beethoven und Weber – auch hier ist ein zweiter Teil geplant, der Ende Oktober stattfinden soll. Die letzte Tanz-Premiere soll im November mit „I Am … Hannes-Michael Steven Omohundro Bronczkowski“ von Darja Reznikova auf die Bühne gebracht werden.

Monologe von Rainer Escher

Die erste Schauspielpremiere der Spielzeit bildet der Monolog „Das Grauen der Therapeuten“ von Ferdinando Camon, den Rainer Escher mit Schauspieler Sascha Koal am 18. und 25. September zeigt. Er ist Teil einer Monolog-Reihe von Escher, zu der auch die Wiederaufnahme von „Wilhelm Reichs Rede an den kleinen Mann“ (28. und 30. September) gehört. Escher inszeniert zudem das Stück „Schreiben: Leben“ über Schriftstellerin Annie Ernaux (7., 9., 11. Oktober), und NTM-Schauspieler Robin Krakowski führt Regie bei der Abschlussinszenierung der Theaterakademie Mannheim, die am 16. sowie 18. bis 21. Oktober Felicia Zellers „Der Club der Enttäuschten“ spielt.

Die Reihe „Spätlese#36“, bei der Autoren der Region eigene Texte vortragen, wird am 23. September fortgesetzt, die Lesung „Abgang September“ gedenkt am 29. September kürzlich verstorbener Prominenter.

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