Kultur

Nationaltheaterorchester plant fest mit Konzerten

Archivartikel

Mannheim.Auch das Mannheimer Nationaltheaterorchester plant, als wäre die Coronakrise ab kommender Spielzeit vorüber. Am Freitagvormittag stellten Generalmusikdirektor Alexander Soddy und Akademiepräsident Fritjof von Gagern das neue Programm vor – mit den üblichen acht Doppelkonzerten im Mozartsaal des Rosengartens sowie einer Kammerakademie im Opernhaus des Nationaltheater Mannheim.

Namhafte Solisten sind dabei: Cellistin Tanja Tetzlaff wird im Februar 2021 Schostakowitschs 1. Cellokonzert spielen, gefolgt von Weltstar Kit Armstrong, der Beethovens 1. Klavierkonzert interpretieren wird, und dann kommt der in der Region aufgewachsene und in New York lebende Augustin Hadelich wieder nach Mannheim. Er wird in Edouard Lalos „Symphonie espagnole“ solistisch wirken in einem Konzert, das auch die traditionelle Uraufführung präsentieren wird: ein Werk von Enrico Chapela, den Alexander Soddy ins Gespräch gebracht hat.

Auch die Dirigenten der Saison können sich sehen lassen. Soddy selbst wird vier Konzerte dirigieren, dann kommen Joseph Bastian zu Kammerakademie, der historisch gut informierte Antonella Manacorda mit Bruckners Fünfter und Ingo Metzmacher, der im Vorweihnachtsprogramm unter anderem auch das Vorspiel zu „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck dirigieren wird.

Erst zum dritten Mal in der Geschichte der Akademiekonzerte des Nationaltheaterorchesters (NTO) wird nach 1992 und 1996 in der kommenden 242. Saison des Orchesters wieder einmal eine Frau am Pult des NTO stehen: die Französin Ariane Matiakh, seit dieser Spielzeit Generalmusikdirektorin der Oper und Staatskapelle Halle. Im Februar wird sie sich zusammen mit der Cellistin Tanja Tetzlaff unter anderem um Schostakowitschs 1. Cellokonzert kümmern.

Die Konzerte im Überblick:

  • 19./20. Oktober 20: Adams („Short Ride in a Fast Machine“), Rachmaninow (2. Klavierkonzert), Elgar (1. Sinfonie). Kirill Gerstein (Klavier), Alexander Soddy.

  • 16./17. November 20: Weber (Ouvertüre zu „Die Beherrscher der Geister), Strauss (2. Hornkonzert), Schumann (2. Sinfonie). Radek Baborák (Horn), Alexander Soddy.

  • 14./15. Dezember 20: Humperdinck (Vorspiel „Hänsel und Gretel“=, Hindemith („Der Schwanendreher“), Zemlinsky („Die Seejungfrau“). Amihai Grosz (Viola), Ingo Metzmacher.

  • 8./9. Februar 21: Glinka („Kamarinskaya“), Schostakowitsch (1. Cellokonzert). Rachmaninow („Die Toteninsel“), Musskorgski („Eine Nacht auf dem kahlen Berge). Tanja Tetzlaff (Cello), Ariane Matiakh (Bild).

  • 8./9. März 21: Debussy („Chirdren’s Corner“), Beethoven (1. Klaviertkonzert), Nielsen (3. Sinfonie). Kit Armstrong (Klavier), Michael Schønwandt.

  • 12./13. April 21: Bruckner (5. Sinfonie). Antonella Manacorda.

  • 10./11. Mai 21: Berg (3 Stücke aus der „Lyrischen Suite), Haydn (Trompetenkonzert), Mahler (1. Sinfonie). Lukas Zeilinger (Trompete), Soddy.

  • 6. Juni 21: Kammerakademie mit Strauss (Serenade), Dvorák (Bläserserenade), Gulda (Cellokonzert mit Blasorchester). Benedict Kloeckner (Cello) Joseph Bastian.

  • 21./22. Juni 21: Ravel („Alborada des gracioso“) Lalo (Spanische Sinfonie), Enrico Chapela (Uraufführung), Debussy („La Mer“). Augustin Hadelich (Violine), Soddy.