Kultur

Pussy Riot Musikerin Tolokonnikowa feiert Erfolge

Neuer Ärger mit Putin

Wo sich die Moskauer Aktionskünstlerin Nadeschda Tolokonnikowa von der Punkband Pussy Riot gerade aufhält, will sie lieber nicht sagen. Scheinbar überall lauern die russischen Behörden der kremlkritischen Aktivistin auf. Als sie im September mit ihrer 17-jährigen Schwester und einem Plakat mit der Aufschrift „Putin, geht von selbst!“ das Haus verließ, fanden sich beide kurz darauf im Polizeigewahrsam wieder. „Dass ich festgenommen werde, daran habe ich mich gewöhnt“, sagt sie der Deutschen Presse-Agentur vor ihrem 30. Geburtstag am Donnerstag, 7. November. „Aber dieses Gefühl, ständig verfolgt und beobachtet zu werden, ist viel schlimmer.“

Die Bewegung aus Feministinnen, die in bunten Strumpfmasken etwa gegen Korruption und autoritäre Gewalt protestieren, gilt längst international als Symbol radikaler politischer Aktionskunst. Wegen eines Videos in einer Kirche gegen Putin landete Tolokonnikowa mit ihrer Bandkollegin Maria Aljochina 2012 im Straflager. Seither machen die beiden nicht nur gegen Missstände in den Lagern Front. 

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