Kultur

Klassik Ausstellung zum wenig bekannten musikalischen Werk

Nietzsche als Komponist

Friedrich Nietzsche ist vor allem als Philosoph bekannt – seinen musikalischen Werken widmet nun das Goethe- und Schiller-Archiv Weimar erstmals eine eigene Ausstellung. Gezeigt werden unter anderem Notenmanuskripte zu 15 Kompositionen, Briefe und weitere Dokumente, wie die Klassik Stiftung Weimar am Donnerstag mitteilte. Die Schau vermittele Nietzsches (1844 - 1900) künstlerische Ambitionen und seine Leidenschaft für die Musik.

Eröffnet wird die Ausstellung an diesem Freitag. Ausgewählte Kompositionen Nietzsches sollen auch in einem Konzert der Klassik Stiftung am 3. April im Neuen Museum Weimar zu hören sein.

Impulse durch Schumann

Nietzsche habe seit früher Jugend Klavier gespielt, leidenschaftlich improvisiert und bereits zu Schulzeiten komponiert. So seien vierhändige Klavierwerke, Sonaten und Lieder entstanden. Der junge Nietzsche habe sich die Kompositionslehre Johann Georg Albrechtsbergers angeeignet. Weitere musikalische Impulse habe er im Hause seines Schulfreundes Gustav Krug erhalten, das häufig Gäste wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder Clara und Robert Schumann beherbergte.

Von Nietzsches 70 Kompositionen sind den Angaben nach 50 in seinem Weimarer Nachlass überliefert. Im Gegensatz zu seinen Schriften (etwa „Also sprach Zarathustra“) sind sie jedoch kaum bekannt. 

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