Kultur

Kunst Kassel baut umstrittenes Documenta-Werk ab

Obelisk beseitigt

Archivartikel

Nach monatelangem Streit hat die Stadt Kassel das Documenta-Kunstwerk Obelisk von seinem Standort entfernen lassen. Die Arbeiten begannen überraschend gestern am frühen Morgen. Die Stadt verwies in einer Erklärung auf den abgelaufenen Leihvertrag mit dem amerikanisch-nigerianischen Künstler Olu Oguibe. Die 16 Meter hohe Steinsäule mit dem Bibelzitat „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ stand auf dem Königsplatz.

Oguibe wollte sein Kunstwerk dort belassen, die Stadt lehnte das ab und schlug einen anderen Ort vor. Nach dem Abbau sagte der Künstler nach Angaben seines Galeristen Alexander Koch, er habe noch nicht alle Hoffnungen in Bezug auf sein Kunstwerk aufgegeben. „Aber wenn der Obelisk nicht in Kassel bleiben sollte, ist es ein Verlust für Kassel, nicht für mich“, sagte Oguibe demnach. Er habe das Kunstwerk eigens für den Königsplatz konzipiert. Die Stadt will den Platz aber für weitere Ausstellungen freihalten. dpa