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Online-Duden bald genderneutral

Archivartikel

Das Online-Wörterbuch des Duden-Verlags soll in gendersensibler Sprache überarbeitet werden. Alle 12 000 Personen- und Berufsbezeichnungen sollten in der Weise geändert werden, dass es künftig statt eines Wortartikels zwei gibt – einen für die männliche und einen für die weibliche Form, berichtet „Die Welt“ (Online) am Donnerstag. „Arzt“ und „Ärztin“ beispielsweise werden dort bereits mit je eigenem Beitrag aufgeführt.

Im Online-Duden werden nun auch Mieter oder Schüler beispielsweise als „Substantiv, maskulin“ bezeichnet. Ein Mieter ist demnach nicht mehr „jemand, der etwas gemietet hat“, sondern eine „männliche Person, die etwas gemietet hat“. Entsprechend wird eine Mieterin erklärt. Ein Schüler wird definiert als „Junge, Jugendlicher, der eine Schule besucht“. Damit verschwindet faktisch das sogenannte generische Maskulinum bei Personenbezeichnungen von der Website duden.de. Die Überarbeitung des Online-Duden solle noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, erklärte der Verlag dem Bericht zufolge. 

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