Kultur

Klassik Chefdirigent gibt Einstand bei Philharmonikern

Petrenko gefeiert

Archivartikel

Ein Auftritt im Saal und einer unter freiem Himmel: Mit zwei Aufführungen von Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 haben die Berliner Philharmoniker den Einstand ihres neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko gefeiert. Nach dem Auftakt in der Philharmonie am Freitagabend spielte das Orchester von Weltgeltung – erstmals in seiner 137-jährigen Geschichte – am Samstagabend vor dem Brandenburger Tor. Rund 35 000 Menschen lauschten bei sommerlichen Temperaturen auf der Straße des 17. Juni dem Orchester – einige sangen die Europahymne mit, den Schlusschor nach Friedrich Schillers „Ode an die Freude“.

Das Konzert, live im RBB-Fernsehen übertragen, war Teil der Feiern zur Erinnerung an den Mauerfall vor 30 Jahren. Mit atemberaubender Geschwindigkeit, Hingabe und Präzision lieferten Petrenko und die Philharmoniker einen Ritt durch dieses Schwergewicht der Klassik. Vier Jahre nach seiner Wahl ist Petrenko nun offiziell Chefdirigent des Orchesters, der siebte seit der Gründung 1882. Die selbstverwalteten Philharmoniker hatte den Russen vor vier Jahren als Nachfolger von Simon Rattle gewählt. Petrenko bleibt parallel noch bis 2020 Generalmusikdirektor in München. 

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