Kultur

Fotografie Biennale findet überwiegend digital statt

Positives Fazit – trotz Corona

Archivartikel

Es war ein Festival, das Veranstaltern und Besuchern lange in Erinnerung bleiben wird – am Sonntag ist die 2. Biennale für aktuelle Fotografie zu Ende gegangen. Obwohl, ganz stimmt das nicht, dazu später mehr.

Die Corona-Krise hatte den Plan der sechs ausrichtenden Häuser in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg kräftig durcheinandergewirbelt. Schließlich sollten im Forum Internationale Photographie (FIP) & Zephyr – Raum für Fotografie, in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen sowie im Heidelberger Kunstverein, der Kunsthalle Manheim, dem Kunstverein Ludwigshafen, dem „Port 25 – Raum für Gegenwartskunst“ und dem Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen zwischen dem 28. Februar und 28. Juni Arbeiten von etwa 70 internationalen Künstlern und Fotografen gezeigt werden. Doch der Lockdown machte das ab Mitte März unmöglich. Ein Grund, weshalb die Veranstalter am Montag ein zweigeteiltes Fazit ziehen.

„Gute Erfahrungen nutzen“

So heißt es in der Mitteilung zunächst: „In den ersten Ausstellungswochen bis zum 17. März wurden städteübergreifend rund 10 000 Besucherinnen und Besucher gezählt.“ Dann kam der Lockdown. Museen mussten schließen. In den Wochen und Monaten danach fanden Ausstellungen nur noch virtuell statt. 33 000 Nutzer zählten die kurzfristig installierten virtuellen Rundgänge und Live-Führungen durch alle sechs Biennale-Ausstellungen.

„Die guten Erfahrungen mit dem digitalen Angebot der Biennale wollen wir auch in Zukunft nutzen“, zitiert der Veranstalter die Vorstandsvorsitzende der Biennale, Sabine Schirra. „Zugleich freuen wir uns, dass wir mit der Verlängerung der Laufzeit noch einen Besuch unserer Ausstellungen in den Häusern selbst möglich machen konnten.“

Virtuelles Angebot bleibt bestehen

Dennoch: Zahlreiche Workshops, Führungen und Veranstaltungen mussten abgesagt werden, darunter die Lange Nacht der Fotografie. Für ausgefallene Gespräche in der neu eingeführten Reihe „Fotografie & Wissenschaft“ werden Ersatztermine gesucht, heißt es.

Außerdem sollen die virtuellen Rundgänge laut Veranstalter „dauerhaft“ zugänglich bleiben, die Ausstellung „When Images Collide“ im Wilhelm-Hack-Museum läuft noch bis 13. September. Die nächste, dann 3. Biennale ist vom 19. März bis 22. Mai 2022 geplant. 

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