Kultur

Kunst Christian Patruno und Heike Penner in neuen Räumen

Präsentation im Atelier

Archivartikel

Auch in der Schwetzinger Vorstadt in Mannheim sind sie zu Hause, die Künstlerinnen und Künstler, wie sich jetzt zeigt an der Neueröffnung eines Studios von Christian Patruno und Heike Penner. Patruno, gelernter Fotograf, studierte vier Semester Biotechnologie, aber dann noch Kunst an der Freien Kunstakademie Mannheim. Danach schloss sich ein Akademiestudium in Karlsruhe an. Jetzt ermöglichte ihm die Atelierförderung des Kulturamts die Installation eines Studios mit Schauraum in der Rheinhäuserstraße.

Der großzügige Raum, dunkel gefliest, erlaubt die Präsentation seines Werks. Denn das gehört dazu: nicht nur Atelier, wo im stillen Kämmerlein gewirkt wird, sondern auch Präsentationsort mit immer mal wechselnden Ausstellungen. Er hat sich vier Schauen im Jahr vorgenommen, nicht nur von ihm, sondern auch von anderen, etwa seiner Mitstreiterin Heike Penner. Penner, Jahrgang 1965, hat gerade ihren Abschluss an der Freien Kunstakademie gemacht und nutzt jetzt gerne die Möglichkeit eines Arbeitsraums außerhalb ihrer Wohnung in Schwetzingen.

Japanische Vorbilder

Ihre an Haikus angelehnten fotografischen Werke zeigen die Umsetzung der komplexen Reimform (jeweils 5-7-5 Silben) des Haikus in Fotografie. Aber zurück zu Christian Patruno: Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Interessen beschäftigte er sich mit den zwei Hirnhälften, die einen unterschiedlichen Schwerpunkt haben: Links eher kognitiv, sprachlich orientiert, rechts eher emotional und zeitlos. Diese Annahme ist zwar heute teilweise überholt, aber in Patrunos Werk finden sich schöne Analogien aus Bild und Schrift, die den Betrachter anregen zur intensiven Betrachtung.

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