Kultur

Kunsthalle Gespräch zum Abschluss der Matisse-Schau

Purrmann als Wegbegleiter

Archivartikel

Die Mannheimer Kunsthalle lädt zum Abschluss ihrer Ausstellung „Inspiration Matisse“ am 15. Januar zu einem Podiumsgespräch zum Lebensweg des aus Speyer stammenden Malers Hans Purrmann. Gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Philipp Kuhn diskutiert Ausstellungskurator Peter Kropmanns den Lebensweg Purrmanns. Der Maler lebte zwischen 1905 und 1914 in Paris und gehörte zum engsten Freundkreis um Henri Matisse.

Beschützer von Freiheit und Kunst

Purrmann stand in seiner Pariser Zeit der von Matisse gegründeten privaten Kunstschule „Académie Matisse“ vor und arbeitete dort eng mit dem Maler zusammen. Außerdem machte sich Purrmann als Mittler der Arbeiten von Matisse in Deutschland einen Namen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges musste Purrmann 1914 Paris verlassen und nach Berlin ziehen. Als Autor der Zeitschrift „Kunst und Künstler“ und Vorstand der „Neuen Secession“ trieb Purrmann von Berlin aus den Kulturaustausch zwischen Frankreich und Deutschland weiter voran. 1935 wurde Purrmann schließlich Leiter des Künstlerhauses Villa Romana in Florenz.

Im faschistischen Italien zwischen 1935 bis 1943 habe Purrmann „umgeben von Emigranten“ und „bedrängt von den Nationalsozialisten“als „stiller Protektor von Freiheit und Kunst“ gewirkt. Die Veranstaltung „Hans Purrmann als Mittler der Kunst“ am 15. Januar in der Kunsthalle beginnt um 19 Uhr. seko

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