Kultur

Theater am Puls Joy Flemings Name muss unerwähnt bleiben

Revue wird umbenannt

Archivartikel

Nach einem vor dem Mannheimer Landgericht protokollierten Vergleich mit der Familie Liebenow, den Erben Joy Flemings (1944-2017) um ihren Sohn Bernd Peter, darf das Schwetzinger Theater am Puls den Namen der kurpfälzischen Gesangsikone nicht mehr im Titel seiner Musikrevue „Iwwa die Brick“ führen. Das teilte Intendant Joerg Mohr am Mittwoch mit. „Zukünftig soll unser Stück deswegen nur noch mit dem Titel ,Iwwa die Brick – Eine Hommage’ angekündigt, beworben und aufgeführt werden.“ In der Revue, die auch im Mannheimer Schatzkistl läuft, spielen unter anderem Joy Flemings Tochter Heidi Kattermannund Sängerin Susan Horn mit.

Keine finanziellen Ansprüche

Der Vergleich geht auf eine Zivilklage zurück, die die Familie um Bernd Peter Fleming Ende 2018 am Mannheimer Landgericht angestrengt hat. Das teilte seine Anwältin Anna Maria Köhler auf Anfrage dieser Zeitung mit. Ihren Mandanten sei es darum gegangen, eine unrechtmäßige und inflationäre kommerzielle Nutzung des Namens Joy Fleming zu unterbinden. Dass die Revue-Macher der 2017 überraschend verstorbenen Sängerin mit „Iwwa die Brick“ laut Susan Horn nur ein kleines Denkmal setzen wollten, lässt die Gegenseite nicht gelten. Es gehe um ein „gebührendes“ Andenken, wie es etwa in der Einrichtung des Joy Fleming Preises zur Förderung von Gesangstalenten zum Ausdruck komme. Beide Parteien bestätigen, dass keine finanziellen Ansprüche gestellt worden seien.

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