Kultur

Kunst Galerie Döbele will sich auf Mannheim konzentrieren

Rückzug aus Dresden

Die Mannheimer Galerie Döbele will ihren Dresdner Standort aufgeben. Das kündigte das Galeristenehepaar Hedwig und Johann Döbele jetzt an. Seit 2000 hat die Galerie ihren Hauptstandort in Sachsen, seit zweieinhalb Jahren besteht auch eine Niederlassung in der Mannheimer Oststadt. Das Ehepaar Döbele möchte die Sachsen-Metropole zugunsten von Mannheim verlassen. Der genaue Zeitpunkt, wohl noch in diesem Jahr, steht noch nicht fest, denn die Suche nach einem Depot in Mannheim gestaltet sich schwierig.

Die Galerie mit Schwerpunkt Klassische Moderne wurde 1976 in Ravensburg gegründet und war seit 1985 in Stuttgart ansässig. Der Standort Dresden bestand seit 1995, nicht zuletzt dank eines speziellen Interesses an den Künstlern Ostdeutschlands, die seinerzeit im Westen kaum wahrgenommen wurden. Die Galerie hat hier mit sorgfältiger Forschung, die sich bis auf Vorkriegsjahrzehnte erstreckte, Pionierarbeit geleistet.

Mittlerweile ist die ostdeutsche Szene weit über Europa hinaus etabliert. Döbele kann sich wieder dem südwestdeutschen Stammland zuwenden. Die auch familiären Verbindungen nach Mannheim bestehen schließlich seit langem – und für die vielen internationalen Kontakte ist der Standort an Rhein und Neckar sicher praktikabel. hey