Kultur

Literatur Autorin erhält hoch dotierten Raabe-Preis

Schalansky geehrt

Archivartikel

Die Autorin Judith Schalansky erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis, eine der angesehensten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Die Jury bezeichnete Schalansky als eine „Grenzgängerin zwischen Natur und Poesie, zwischen Wissenswelten und Phantasiereichen, zwischen Zählen und Erzählen“. Dies teilte gestern der Deutschlandfunk mit, der neben der Stadt Braunschweig Stifter der mit 30 000 Euro dotierten Auszeichnung ist. Nominiert war Schalansky mit ihrem Buch „Verzeichnis einiger Verluste“. Es habe keine Gattungsbezeichnung, hieß es in der Begründung der Jury, sondern es biete eine ganz neue Gattung an: „Die poetische Archivierung der verschwundenen Dinge, die auf diese Weise eine Wiederauferstehung in der Verwandlung erfahren – als literarische Erzählung.“

Sechs Autoren hatten in der engeren Auswahl für die Verleihung des Literaturpreises gestanden. Auch Michael Kleeberg mit „Der Idiot des 21. Jahrhunderts“, Georg Klein mit seinem Buch „Miakro“ und Gert Loschütz mit „Ein schönes Paar“ waren darunter. Im vergangenen Jahr erhielt die Schriftstellerin Petra Morsbach den Preis für ihren Roman „Justizpalast“. dpa