Kultur

Festival Mit zahlreichen Preisverleihungen endete am Wochenende das Filmfest Hamburg – es zählte 45 000 Besucher

Schauspielerin Nina Hoss gewürdigt

Mit Preisverleihungen und dem Film „Sorry We Missed You“ von Ken Loach ist am Samstagabend das Filmfest Hamburg zu Ende gegangen. Zehn Tage lang waren in den Festivalkinos Produktionen aus aller Welt zu sehen, Schwerpunkte waren Filme aus Frankreich und Deutschland. Mit 45 000 Besuchern kamen nach Angaben der Veranstalter 2000 Zuschauer mehr als im Vorjahr.

144 Filme waren zu sehen und 332 Filmfest-Gäste aus 33 Ländern kamen und diskutierten vielerorts lebhaft über das Gezeigte. Die französische Komödie „Die schönste Zeit unseres Lebens“ von Regisseur Nicolas Bedos hatte das Fest am 26. September eröffnet.

Großes künstlerisches Schaffen

Die deutsche Schauspielerin Nina Hoss (44) erhielt bei der Deutschland-Premiere ihres Films „Pelikanblut“ den renommierten Douglas-Sirk-Preis für ihr künstlerisches Schaffen. Hoss, die außerdem in „Das Vorspiel“ zu sehen war, blieb nicht die Einzige, die mit Ehrungen bedacht wurde: Der mit insgesamt 75 000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis ging in der Kategorie „Deutsche Kinoproduktion“ an Verena Gräfe-Höft (Junafilm, Hamburg) für „Pelikanblut“. Das beste europäische Produkt lieferte Michael Henrichs (Die Gesellschaft DGS, Köln) mit „You Will Die at Twenty“. Als beste „Deutsche Fernsehproduktion“ wurde „Das freiwillige Jahr“ von Ingmar Trost (Sutor Kolonko, Köln) prämiert.

Die drei preisgekrönten Produktionen zeichneten sich durch besonders mutige und kreative Zugriffe auf die Stoffe aus, sagte Kulturstaatsrätin Jana Schiedek. Die 5000 Euro der Friedrich-Ebert-Stiftung gingen in diesem Jahr an den Regisseur Sebastian Brameshuber für seinen Film „Bewegungen eines nahen Bergs“. Im Zentrum des Films steht ein Mann aus Nigeria, der in der österreichischen Steiermark auf einem Schrottplatz am Fuß eines Erzbergwerks lebt und arbeitet.

Der undotierte Preis der Filmkritik wurde dem Erstlingswerks „Leben im Fuchun Gebirge“ des Chinesen Gu Xiaogang zuteil. Er erzähle von einer chinesischen Großfamilie und gleichzeitig von einem ganzen Land in poetischen, eleganten Einstellungen, urteilte die Jury. dpa

Zum Thema