Kultur

Kunst Dresdner Kupferstich-Kabinett widmet Rembrandt in dessen 350. Todesjahr eine opulente Ausstellung

Selbstporträts und Hundertguldenblatt

Mit einer opulenten Ausstellung zum grafischen Werk reiht sich das Dresdner Kupferstich-Kabinett in die internationale Ehrung für Rembrandt (1606-1669) in dessen 350. Todesjahr ein. Das Museum der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) zeigt bis zum 15. September unter dem Titel „Rembrandts Strich“ mehr als 150 Werke aus eigenem Bestand sowie bedeutende internationale und private Leihgaben. „Es geht um die Frage des Strichs, wir betrachten den Kern und Rembrandt als Ganzes“, sagte Direktorin Stephanie Buck am Donnerstag vor der Eröffnung.

Die Schau konzentriert sich auf das, was in der Grafik als wesentlich gilt. „Im Strich erweist sich die Qualität“, sagte SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann. Die spürbare Nähe des Künstlers mache die Faszination für Rembrandt aus, der den Strich bis zur absoluten Dunkelheit verdichtete. Zu den wertvollen Werken aus eigenem Bestand kommen internationale und private Leihgaben.

Den Auftakt machen 20 Selbstbildnisse zwischen dem ersten von 1628 und dem letzten von 1658, als Rembrandt Bankrott anmeldete. „Er hat sich immer wieder angeschaut, mit dem Blick erforscht“, sagte Buck. „Frühe kleinformatige Radierungen sind Affektstudien“, sagte Experte Jürgen Müller von der TU Dresden. Rembrandt habe sich selbst vor dem Spiegel studiert, „um zu wissen, wie sieht jemand aus, der wütend ist, der verängstigt ist, der erstaunt ist“, erläutert der Experte weiter.

Porträts von Ehefrau ragen heraus

Zu den Höhepunkten der Schau gehören auch Porträts seiner Frau Saskia und das „Hundertguldenblatt“. Saskia, die Rembrandt 1634 heiratete, ist ein ganzes Kapitel gewidmet – mit gut einem Dutzend Blättern. Dazu zählt auch die Zeichnung „Saskia im Bett“ mit Pinsel und Feder von 1638.