Kultur

Joy Fleming Preis Giovanni Arena interpretiert „Still“

Singen ohne Noten

Archivartikel

Vom Joy Fleming Preis erfuhr Giovanni Arena (Bild) über Facebook. „Gleich am Tag darauf habe ich mich angemeldet“, erzählt er. Er findet, der Wettbewerb sei ein tolles Zeichen. Er zeige auch, „dass man Joy Fleming nicht vergisst – als Person und als Künstlerin“. Zudem sei er eine Chance für andere Sänger.

An Fleming fasziniert Arena besonders, dass „sie ihr Ding gemacht hat“. „Sie hatte eine klare Linie! War so authentisch – und dann diese Qualität ihrer Stimme“, sagt Arena, dem man die Begeisterung, während er spricht, anhört. Der 48-Jährige lebt aktuell in Berlin. Zuvor war der gebürtige Sizilianer aber lange in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region heimisch. Die Zeit dort hat ihn als Musiker geprägt. „Tolle Leute, tolle Künstler“, hatte er hier um sich, berichtet er. Arena wird beim Finale erstmalig ohne Instrument auf der Bühne spielen. Sonst hat er immer Klavier oder Gitarre an seiner Seite. Richtig „nackt“ fühle er sich, sagt er und lacht.

In seiner musikalischen Karriere hat er in verschiedensten Bands gespielt. Die meiste Zeit war er jedoch als musikalischer Alleinunterhalter unterwegs: In Hotelbars mit Gitarre und am Klavier. Auch in Berlin spielt er aktuell in großen Hotels – neben seinem Job als Technischer Support bei einer Internetfirma. In den Hotelbars musiziert er aber meist nur als Vertretung: Denn er zieht zuhause auch die drei Kinder groß – seine Frau arbeitet Vollzeit, er Teilzeit.

Zur Musik kam Arena über seine Geschwister. „Wie es so bei den kleinen Geschwistern ist, wollen sie immer das machen, was die Großen machen“. Und das war im Falle seiner zwei Brüder die Musik. Arena spielt im Übrigen bis heute alles nach Gehör. „Noten – das ist für mich wie Chinesisch“, sagt der Musiker. Er liebt und performt Pop und Soul – aber auch gerne Jazz und Blues. Auf der Bühne steht er im Finale mit dem Song „Still“ von Lionel Richie. 

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