Kultur

Kunst Bau für Museum der Moderne beginnt

Spatenstich in Berlin

Ein Haus für die Kunst des 20. Jahrhunderts im Zentrum der Hauptstadt – das Museum der Moderne in Berlin nimmt Gestalt an. Mit dem ersten symbolischen Spatenstich auf dem Baugelände am Potsdamer Platz ist am Dienstag der Weg für das 450-Millionen-Euro-Projekt frei geworden. Nach Kritik an der bereits nach oben korrigierten Kostenschätzung und den Vorbehalten gegen den Entwurf aus der Feder der Elbphilharmonie-Architeken Herzog & de Meuron sei sie nun „sehr erleichtert“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Kosten an „Schmerzgrenze“

Das Museum, vom Bund finanziert, soll bis 2026 fertiggestellt werden und Kunst aus der benachbarten Neuen Nationalgalerie sowie aus Beständen der Privatsammler Erich Marx, Ulla und Heiner Pietzsch sowie Egidio Marzona beherbergen. Die Sammler hatten besonders auf den Neubau gedrängt, weil die bisherige Nationalgalerie schon ohne ihre Schenkungen aus allen Nähten platzte. Nun entstehe ein Ort, der das 20. Jahrhundert im Spiegel der Kunst sichtbar machen werde, sagte Grütters. Gleichzeitig kündigte sie eine strenge Preiskontrolle beim Bau an. Es werde kein „koste es, was es wolle“ geben. Alle sechs Monate werde der Bundestag einen Bericht über die Kostenentwicklung erhalten. Zunächst wurden für den Bau 200 Millionen Euro veranschlagt. Die nun angegebene Summe sei nicht nur für sie „eine Schmerzgrenze“ , sagte Grütters. dpa

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