Kultur

Schauspiel Uwe Ochsenknecht bei Bad Hersfelder Festspielen

Spontane Aufführung

Archivartikel

Schauspieler Uwe Ochsenknecht (bekannt durch Filme wie „Das Boot“, „Männer“ und „Schtonk“) verlässt als Darsteller gern die Komfortzone, um neues Terrain zu betreten. „Ich springe mit Vorliebe ins kalte Wasser und suche neue Herausforderungen“, sagte Ochsenknecht, der sich am Samstag um 20.30 Uhr im Rahmenprogramm der Bad Hersfelder Festspiele einem Theater-Experiment stellt,

Der in Biblis geborene und in Mannheim aufgewachsene Film- und Fernsehstar hat sich zu einem Improvisationsauftritt bereiterklärt. Ohne Proben und ohne Regie wird er einen Text zum ersten und einzigen Mal vor Publikum lesen und muss den Anweisungen des Autors folgen.

Improvisation ist gefragt

Ochsenknecht, der im Jugendalter als Komparse am Nationaltheater Mannheim erste Schauspielerfahrungen gesammelt hat, muss in der Bad Hersfelder Stiftsruine den Text „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ des Iraners Nassim Soleimanpour spontan umsetzen. Seit der Premiere 2011 wurde das Stück in mehr als 15 Sprachen übersetzt, international mehrfach ausgezeichnet und weltweit gespielt.

Intendant Joern Hinkel teilt auf der Internetseite der Festspiele mit: „Vor etwa zwei Jahren habe ich das erste Mal von diesem unglaublichen Text gehört: Ein Stück, das der Schauspieler in einem versiegelten Umschlag erst auf der Bühne öffnen darf. Er hat keine Ahnung, was auf ihn zukommt. Ich habe sofort davon geträumt, es einmal in der Stiftsruine aufzuführen.“ Ochsenknecht bekennt im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur, er habe Lampenfieber, aber keine Angst vor dem Auftritt. „Ich zähle noch zur Generation der Schauspieler, die eine sehr gute Ausbildung genossen haben. Auch an der Schauspielschule in Bochum gab es das Fach Improvisation. Da ist sicher etwas hängengeblieben.“ 

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