Kultur

Kunst Selbstbildnis geht an Museum in Frankfurt

Städel kauft Beckmann

Das Städel-Museum in Frankfurt am Main hat das 1919 entstandene „Selbstbildnis mit Sektglas“ von Max Beckmann (1884-1950) erworben. Es sei ein Schlüsselwerk der Klassischen Moderne und eine Ikone des 20. Jahrhunderts, sagte der Direktor des Museums, Philipp Demandt, am Mittwoch.

Das weltweit begehrte Gemälde sei mit Unterstützung der Kulturstaatsministerin, des Städelschen Museums-Vereins, der „Ernst von Siemens Kunststiftung“, der Kulturstiftung der Länder sowie fünf privater Mäzene angekauft worden. Der Preis liege „sehr deutlich“ unter der „irrwitzigen“ Summe von rund 20 Millionen Dollar, die zuletzt für ein Selbstbildnis Beckmanns bei einer Auktion in New York aufgerufen worden seien. Das Bild befand sich bereits seit 2011 als Leihgabe im Museum.

Ausstellung ab 9. Dezember

Das Bild zeige Beckmann mit Sektglas und Zigarre als distanzierten Beobachter im nächtlichen Amüsierbetrieb, wahrscheinlich an der Bar des Frankfurter Hofs, erläuterte Demandt. Das Werk stamme aus der legendären Privatsammlung von Hermann Lange in Krefeld, der es bereits in den 1920er-Jahren erworben hatte. Seit dieser Zeit sei es ununterbrochen im Besitz seiner Nachkommen gewesen. „Das Bild war niemals auf dem Markt und nahezu unberührt. Es ist weder von Firnis überzogen, noch wurde es neu gerahmt“, sagte der Direktor. Das Gemälde ist aktuell im Städel-Museum zu sehen und wird vom 9. Dezember 2020 bis 5. April 2021 im Mittelpunkt der Sonderpräsentation „Städels Beckmann/Beckmanns Städel“. Die Jahre in Frankfurt“ stehen. 

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