Kultur

Pop Sängerin Doro und Band im Mannheimer Maimarktclub

Tango mit der „Queen of Metal“

Archivartikel

„Ich liebe diese Stadt“, sagt Doro zu den Zuschauern im Maimarktclub. „Ihr wisst ja, mit Mannheim verbindet mich unglaublich viel“, erinnert sie sich zurück an 1986, an das „Monsters of Rock“-Festival, das gleichfalls auf dem Maimarktgelände stattgefunden und auf dem sie mit ihrer damaligen Metal-Band Warlock gespielt hatte.

Weilend war Doro (als Dorothee Pesch in Düsseldorf geboren) eine der ersten Frauen gewesen, die auf dem zum Mythos gewordenen Rockfest auftraten. Längst hat sich die heute 55-Jährige als „Queen of Metal“ selbst als Legende auf den Stahlseiten der Rock-Chroniken verewigen können, wobei sie, wie sich an diesem Abend einmal mehr zeigt, eine sehr sympathische und publikumsnahe Königin geblieben ist.

Hexenmeister unter der Kapuze

Eine hochdynamische zumal, die mit wehenden Haaren, charakteristisch rauer Sprech- und peitschender Singstimme auf der Bühne agiert. 1200 Besucher sind in die Halle gekommen, um das „Forever Warriors – Forever United“-Tour-Gastspiel zu erleben, das Doro zusammen mit ihrer vierköpfigen Band nach einem Vorprogramm der britischen Hardrocker King Creature bestreitet. Vom Warlock-Debüt „Burning The Witches“ bis zu ihrem aktuellen 2018er-Album „Forever Warriors – Forever United“-Album mit Songs wie „Soldier Of Metal“ oder „Blood, Sweat And Rock ‘n’ Roll“ spannt sie den musikalischen Stahlbogen über 35 Karrierejahre – eine eingängige Kombination aus Metal, hartem Rock und Balladen-Momenten, die obendrein mit einigen Schauwerten angereichert wird.

So wirbelt bei „The Night Of The Warlock“ ein Hexenmeister-Darsteller im Kapuzenmantel über die Bühne, bei „Bastardos“ feuert Doro eine Nebelkanone ab, und mehrfach sprudeln pyrotechnische Funken-Säulen. Mit „Breaking The Law“ führt Doro auch ein Judas-Priest-Cover im Programm, bei dem die epische Ballade „Für immer“ und die im Hallen-Kollektiv gesungene Warlock-Hymne „All We Are“ selbstredend nicht fehlen, bevor die „Metal-Tango“-Zugabe nach knapp zwei Konzertstunden zum letzten Tanz einlädt. mav

Zum Thema