Kultur

Kunst Retrospektive zu Russin Natalija Gontscharowa

Tate zeigt Avantgarde

Archivartikel

Die russische Avantgarde-Künstlerin Natalija Sergejewna Gontscharowa (1881-1962) wird in der Tate Modern in London mit der ersten großen Retrospektive außerhalb ihres Heimatlandes gewürdigt. Mit der Ausstellung setzt die Tate ihre Serie über bahnbrechende internationale Künstlerinnen fort, deren Rolle und Werk nach Ansicht der Kuratoren bisher nur unzureichend bekannt sind.

Für die Schau „Natalija Gontscharowa“ hat die Tate rund 160 Werke zusammengetragen, von denen viele aus der Tretjakow-Galerie in Moskau stammen und bisher kaum außerhalb Russlands zu sehen waren. Die Ausstellung läuft vom 6. Juni bis zum 8. September. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Palazzo Strozzi in Florenz und dem Ateneum-Kunstmuseum in Helsinki und wird anschließend in beiden Städten gezeigt. Die aus einer Aristokratenfamilie stammende Gontscharowa hatte in den Kunstsalons des vor-revolutionären Russland schon früh Zugang zu der Kunst von Monet, Gauguin, Picasso und Matisse – und wurde selbst als die „russische Matisse“ bezeichnet. dpa