Kultur

Nachruf Britischer Komiker von Monty Python wurde 77 Jahre alt

Terry Jones gestorben

Archivartikel

Der britische Monty-Python-Komiker Terry Jones (Bild) ist tot. Das bestätigte sein Agent am Mittwoch. Jones starb bereits am Dienstag im Alter von 77 Jahren, teilte seine Familie mit. Er litt seit mehreren Jahren an einer schweren Demenzerkrankung.

Mit Bartschatten, buschigen Augenbrauen und kreischender Stimme verkörperte Terry Jones mit Wonne die weiblichen Quälgeister der Monty-Python-Truppe – beispielsweise in der Bibelfilm-Persiflage „Das Leben des Brian“, bei der Jones selbst Regie führte. 1983 gewann er für seine Regiearbeit bei „Der Sinn des Lebens“ den Großen Preis der Jury des Cannes Filmfestivals. „Es fühlt sich seltsam an, dass ein Mann so vieler Talente und von solch endlosem Enthusiasmus einfach so leise verschwindet“, twittere Monty-Python-Kollege John Cleese.

Anarchistischer Humor

Geboren wurde Jones als Terence Jones am 1. Februar 1942 in Wales. An der Universität Oxford lernte er in den 60ern den anderen „netten“ Python – Michael Palin – kennen. Währenddessen fand sich das konkurrierende und provokativere Autorenteam Eric Idle, Graham Chapman und John Cleese in Cambridge zusammen; der Amerikaner Terry Gilliam stieß 1969 dazu. Im selben Jahr schafften die sechs den Durchbruch mit ihrer absurden BBC-Serie „Monty Python’s Flying Circus“.

In den 70er Jahren stellten die Pythons mit anarchistischen Humor die Comedy-Welt auf den Kopf, danach gingen sie eigene Wege. 2014 standen sie zum letzten Mal zusammen auf der Bühne, allerdings ohne den verstorbenen Graham Chapman. 2016 wurde bekannt, dass Jones an einer Form von Demenz litt, die zu fortschreitenden Sprachstörungen führte. 

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