Kultur

Pop Beim Carstival plaudert Sido sein Castingshow-Aus aus

„’The Voice’ hat mich gefeuert“

Archivartikel

Die vier Jobs in der Jury der Castingshow „The Voice Of Germany“ (TVOG )sind lukrativ und eine fast einzigartige PR-Windmaschine für die eigene Karriere. Dementsprechend große Wellen schlug am Freitag die Nachricht, dass der bei der ProSieben/Sat.1-Sendung endgültig vom Rüpel- zum Familienrapper konvertierte Sido nach nur einer Staffel nicht mehr dabei sein wird. Gut gelaunt und völlig beiläufig plauderte der Berliner diese zumindest für die Musikbranche brandheiße Nachricht bei seinem Konzert beim Mannheimer Carstival aus: „Die haben mich gefeuert.“ Das war Teil einer Anmoderation zum Song „Das Buch“, in der er erklärte, dass er die Fans, die ihm seit 20 Jahren folgten, etwas mehr liebe als die, die es erst seit seiner „The Voice“-Zeit täten.

Sender will neue Konstellation

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer bestätigte die Aussage am Freitagmorgen auf Anfrage: „Sido wird in der Jubiläumsstaffel von ‚The Voice of Germany‘ nicht dabei sein.“ Auf die Frage, ob es an jüngsten Schlagzeilen um Sido als Verschwörungstheoretiker, seiner Attacke gegen „Bild“-Reporter am eigenen Gartenzaun, Terminschwierigkeiten oder unterschiedlichen Gagenvorstellungen liege, teilte der Sender lediglich mit: „Der stetige Wechsel auf den begehrtesten Stühlen im deutschen Fernsehen ist Teil des #TVOG-Konzeptes. Für die Jubiläumsstaffel bereiten wir eine neue Konstellation unter den Coaches vor.“

Sido hatte in der neunten Staffel gemeinsam mit Popakademikerin Alice Merton sein Debüt bei der Show gegeben, an der Seite seines Freundes Mark Forster und von Rea Garvey. Das Gekabbel unter den Juroren und die mitunter etwas härteren Ansagen des Rappers kamen bei Publikum und Kritik eigentlich gut an. 

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