Kultur

Pop Finkenbach-Festival mit Leo Lyons und Arthur Brown

Töne aus Woodstock

Toppen wollen die Organisatoren um Mani Neumeier (Bild) das ausverkaufte Finkenbach-Festival des Vorjahres nicht auf Biegen und Brechen. „Aber gut werden soll es“, sagt der Schlagzeuger der Krautrock-Institution Guru Guru und musikalische Leiter des „Finki“. Die Vorbereitungen für das 37. „Guru-Feschd“ im Odenwald in 43 Jahren sind so gut wie abgeschlossen. Zwei Drittel der Bands für den 9. und 10. August seien bereits verpflichtet, teilen die Veranstalter mit. Der Vorverkauf läuft.

Darunter ist ein weiterer Vertreter der alten Garde: Bassist Leo Lyons, der 1969 mit Ten Years After beim legendären Woodstock-Festival auftrat und bis 2014 Mitglied der britischen Bluesrocker war, ist 50 Jahre später mit seiner heutigen Formation Hundred Seventy Split in Finkenbach zu hören. Dazu kommt der „tasmanische Gitarrenteufel“ Rob Tognoni, der nach 2015 wieder Neumeiers Ruf in den Odenwald folgt und das Festival am 10. August um 19 Uhr vor Lyons’ Band eröffnet. Ebenfalls in die Blues-Kerbe schlagen die 1977 gegründeten Nine Below Zero aus London. Fast schon ein Stammgast ist der 76-jährige Arthur Brown, der „God of Hellfire“ mit seiner exaltierten Bühnenshow.

Die Franzosen von Lazuli sind „erst“ seit 20 Jahren im Geschäft und vertreten den progressiven Part des Festivals, gepaart mit Folk-Einflüssen aus ihrer südfranzösischen Heimat. Das ghanaische Künstlerensemble Adesa bringt den Weltmusik-Faktor ein. Dazu passt stellenweise auch der westafrikanische Einfluss im psychedelischen Rock-Sound der aus Düsseldorf und Aschenburg stammenden Formation Sirkus, die um 15 Uhr das Samstagsprogramm mit ihrer hochspannenden Stil-Mixtur einleitet. Nicht zu vergessen: das traditionelle Konzert von Guru Guru, wie immer samstags um 21 Uhr. Zwei Bands sollen das Aufgebot noch komplettieren. Die Karten kosten bei adticket.de 48,30 Euro plus Gebühren. jpk

Info: Mehr unter www.finki-festival.de