Kultur

Hollywood Die Oscar-Gala braucht neue Ideen

Trophäen suchen Glanz

Nur 26,5 Millionen Zuschauer verfolgten das Trophäenspektakel 2018 am Bildschirm mit. Mehr als doppelt so viele waren es 1998, als der Blockbuster „Titanic“ vor 55,2 Millionen Zuschauern abräumte. Mit neuen Ideen will die Oscar-Akademie für frischen Wind sorgen.

Es soll eine neue Sparte („popular film“) zur Würdigung von Publikums-Hits geben. Wie die Filmakademie in Beverly Hills auf Twitter bekannt gab, soll die Oscar-Verleihung auch kürzer ausfallen. Die Show werde auf drei Stunden begrenzt, hieß es. Nach den neuen Plänen sollen einige Preise im Dolby-Theater während der Werbepausen statt in der Live-Show ausgeteilt werden.

Wunsch nach populäreren Filmen

Höhepunkte dieser Ehrungen würden dann in gekürzter Form in die weltweite Übertragung eingespielt.

Zudem soll die Preisgala früher im Jahr stattfinden – nicht erst zum traditionellen Termin Ende, sondern 2020 bereits am 9. Februar. In einer Mitteilung an Mitglieder der Filmakademie schrieb der Vorstand, diese Neuerungen seien am Dienstagabend von dem Gremium beschlossen worden. Sorgen dürften sich auch die Filmschaffenden in Sparten wie Tonschnitt, Kurzfilm oder Make-up, denn die bisher live übertragenen Ehrungen in solchen Nebenkategorien sollen zur Zeiteinsparung beschnitten werden.

Alle paar Jahre lässt sich die Akademie etwas Neues einfallen, um die Show spannender zu machen. 2010 etwa gab es aus heiterem Himmel einen Wachstumsschub von traditionell fünf Kandidaten in der Königskategorie „Bester Film“ auf zehn Anwärter. 2012 wurde ein neues Abstimmungsverfahren eingeführt, damit konnte die Zahl zwischen fünf und zehn Anwärtern liegen. dpa