Kultur

Kunst Händler kassiert Niederlage vor Gericht

Uecker-Werk gefälscht

Archivartikel

Im Streit um ein vermeintliches Bild von Günther Uecker hat ein Händler vor dem Düsseldorfer Landgericht eine Niederlage kassiert. Er muss der Käuferin des Bildes 7500 Euro Anzahlung erstatten. Das hat das Gericht am Montag verkündet. Die Käuferin des Werks „Sandbild 1986 auf Büttenpapier“ hatte den Händler verklagt, weil sie das Werk inzwischen für eine Fälschung hält.

Der Kunsthändler hatte beteuert, das Bild sei echt und weit mehr wert als die vereinbarten 15 000 Euro. „Nagel-Künstler“ Uecker hatte das Bild aber als Fälschung eingestuft. „Das ist nicht von mir“, hatte er ausgesagt, nachdem er das Bild hatte. „Das sehe ich zum ersten Mal. Auch die Signatur stammt nicht von mir.“

Das Gericht befand, der Kunsthändler hätte die Echtheit des Bildes vor dem Verkauf genau prüfen müssen. Weil er dies nicht getan habe, habe die Klägerin Anspruch auf Rückabwicklung. Nach eigenen Angaben hatte er den „Uecker“ vom Sohn eines Kunst-Spediteurs für 6000 Euro gekauft und gehofft, es in seiner Galerie für bis zu 45 000 Euro verkaufen zu können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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