Kultur

"Verdachtsmomente" - 15 Werke unrechtmäßig im Wilhelm-Hack-Museum?

Archivartikel

Ludwigshafen.Nach Angaben des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen gibt es bei 15 Kunstwerken aus dem Haus Verdachtsmomente, die auf einen verfolgungsbedingten Entzug in der NS-Zeit hinweisen. Dazu zählen Werke so bekannter Künstler wie Max Pechstein, Alexander Archipenko, Ernst Barlach oder Max Ernst. Diesen Zwischenbericht, der auf einem Forschungsprojekt zur Provenienz, also Herkunft der Werke aus der Sammlung des Museums beruht, stellten laut einer Mitteilung Bürgermeisterin Cornelia Reifenberg und Museumsdirektor René Zechlin (Bild) nun dem Kulturausschuss der Stadt vor.

Grundlage für die Erforschung waren die Prinzipien der Washingtoner Erklärung von 1998 und die Gemeinsame Erklärung der Bundesregierung, der Länder und kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz. Die Gesamtzahl der untersuchten Werke betrug 264. Davon wurden 249 als eindeutig unbedenklich eingestuft, oder es konnten keine Verdachtsmomente festgestellt werden. Die 15 Werke sollen nun in der „Lost Art-Datenbank“, der deutschen Datenbank zur Dokumentation von Raub- und Beutekunst, veröffentlicht werden. 

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