Kultur

Kunst Macron und Mattarella würdigen Leonardo

Vereint im Andenken

Archivartikel

Frankreich und Italien haben zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci ihre Freundschaft beteuert. Das Universalgenie sei das „historische und kulturelle Bindeglied“, das beide Nachbarländer eine, erklärte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gestern. Der 41-Jährige legte in Amboise an der Loire mit seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella am Grab des Künstlers Blumen nieder. Leornardo starb am 2. Mai 1519 in Frankreich, stammte aber aus der Toskana. Macron empfing mit seiner Frau Brigitte auf Schloss Clos Lucé Mattarella und dessen Tochter Laura – dort, wo Leonardo seine letzten Lebensjahre verbracht hatte. Frankreichs König Franz I. hatte den Maler 1516 nach Amboise kommen lassen. Er war von Leonardo fasziniert.

Der Renaissance-Künstler ist nicht nur als Maler berühmt geworden, sondern auch als Bildhauer, Architekt, Ingenieur und Wissenschaftler. In diesem Jahr widmen ihm Museen in vielen Ländern Ausstellungen, alleine in Italien sind es mehr als 500 Veranstaltungen.

Kulturelle Verbindungen

Mattarella besuchte vor dem Treffen in Amboise auch die Pariser Kathedrale Notre-Dame, die bei einem Brand schwer beschädigt wurde. Er wolle damit die „Freundschaft zwischen Italien und Frankreich“ bezeugen, sagte er. Die Nachbarländer sind auf ihre engen historischen und kulturellen Verbindungen stolz. Zuletzt war es aber zur Spannungen gekommen. So hatte sich die französische Mitte-Regierung zu Jahresbeginn verärgert darüber gezeigt, dass der italienische Vize-Regierungschef Luigi Di Maio ohne Absprache in Frankreich Vertreter der Protestbewegung „Gelbwesten“ getroffen hatte. Paris zog zeitweilig seinen Botschafter aus Rom ab. dpa