Kultur

Verstorbene Persönlichkeiten in 2019

Archivartikel

Ob "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben oder die Sänger Karel Gott und Costa Coradalis - auch 2019 haben große Persönlichkeiten die Welt verlassen, um ihre letzte Reise anzutreten.

4. Februar: Leonie Ossowski (93), Schriftstellerin, lebt 22 Jahre in Mannheim und arbeitet als Sozialarbeiterin. Ihre Erfahrungen verarbeitet sie im verfilmten Roman „Die große Flatter“.

4. Februar: Matti Nykänen (55), einer der größten Skispringer aller Zeiten, gewinnt bei Olympia in Sarajewo 1984 und Calgary 1988 insgesamt viermal Gold und einmal Silber. Viermal sichert sich der Finne den Gesamt-Weltcup, zweimal siegt er bei der Vierschanzentournee.

6. Februar: Rosamunde Pilcher (94) ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Auch die Verfilmungen der Romane der Britin fürs Fernsehen erreichten ein Millionenpublikum.

7. Februar: Heidi Mohr (51), zweifache Fußball-Europameisterin aus Weinheim, ist lange die erfolgreichste Mittelstürmerin Deutschlands. In 104 Länderspielen erzielt die fünffache Torschützenkönigin der Frauen-Bundesliga 83 Treffer.

9. Februar: Tomi Ungerer (87), französischer Zeichner und Karikaturist aus dem Elsass, ist vor allem für seine Kinderbücher bekannt.

4. März: Klaus Kinkel (82), früherer Bundesaußenminister und FDP-Chef gilt als politischer Ziehsohn Hans-Dietrich Genschers. Nach dessen Abschied aus dem Auswärtigen Amt übernimmt der Schwabe 1992 für sechs Jahre das Ministerium.

8. März: Michael Gielen (91), von 1986 bis 1999 Leiter des SWR-Sinfonieorchesters, gehört zu den wichtigen Dirigenten der Gegenwart.

30. März: Werner Schneyder (82), österreichischer Kabarettist, Autor, Schauspieler, Regisseur, Boxkampfrichter und Sportkommentator, zählt zu den bedeutendsten Vertretern der deutschsprachigen Kleinkunstszene.

13. Juni: Wilhelm Wieben (84), an der Max-Reinhard-Schule in Berlin ausgebildeter Schauspieler, ist eines der prominentesten Gesichter der „Tagesschau“. Von 1973 bis 1998 präsentierte er Deutschlands bekannteste Nachrichtensendung.

2. Juli: Costa Cordalis (75), in Deutschland heimisch und populär gewordener griechischer Schlagersänger, hat seinen Durchbruch in den 1970er Jahren mit Liedern über „Carolina“ (1973), „Anna Lena“ (1974) und vor allem „Anita“ (1976).

7. Juli: Artur Brauner (100), im polnischen Lódz geborener deutscher Filmproduzent, arbeitet mit Stars wie Romy Schneider, Maria Schell, Curd Jürgens, O.W. Fischer und Heinz Rühmann zusammen.

14. Juli: Frieder Burda (83), Stifter des nach ihm benannten Museums in seiner Heimatstadt Baden-Baden, hat eine der bedeutendsten Privatsammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst.

27. Juli: Johann Kresnik (79), österreichischer Choreograph, Tänzer und Regisseur, gilt spätestens seit seiner Zeit als Ballettdirektor am Heidelberger Theater als einflussreicher Pionier des modernen Tanztheaters.

4. August: Harald Nickel (66), Fußballnationalstürmer und dank seines Tors des Jahres 1979 Borussia Mönchengladbachs „Held von San Siro“, lebt bis zu seinem Tod neun Jahre lang unerkannt in Mannheim.

5. August: Toni Morrison (88), als Chloe Wofford geborene Literaturnobelpreisträgerin von 1993, gilt als eine der wichtigsten afroamerikanischen Schriftstellerinnen.

16. August: Peter Fonda (79), als Motorradfreak „Captain America“ wird der US-Amerikaner 1969 in dem Film „Easy Rider“ zum Idol der Hippie-Bewegung.

25. August: Ferdinand Piëch (82), gebürtiger Wiener, prägt über Jahrzehnte Deutschlands größten Autokonzern Volkswagen.

6. September: Robert Mugabe (95), Langzeitherrscher von Simbabwe, wird 2017 nach rund 37 Jahren an der Macht gestürzt. Mugabe führt das verarmte südafrikanische Land zuletzt extrem autoritär.

16. September: Luigi Colani (91), Designer, hat den runden Schwung als Markenzeichen kultiviert. Der Karlsruher entwirft unter anderem Autos, Möbel, Geschirr, Brillen, Kameras, Fernseher und Kleidung.

21. September: Sigmund Jähn (82), DDR-Astronaut, sieht als erster Deutscher die Erde vom All aus. Am 26. August 1978 startet der Kosmonaut vom Weltraumbahnhof Baikonur mit dem Raumschiff „Sojus 31“ und verbringt fast acht Tage im All.

26. September: Jacques Chirac (86), Gründer der heutigen gaullistischen Partei „Les Républicains“ (LR), ist von 1995 bis 2002 Staatspräsident Frankreichs.

30. September: Jessye Norman (74), US-Sängerin, feiert als eine der ersten dunkelhäutigen Künstlerinnen in der Opernwelt Erfolge. Die Sopranistin ist vor allem als Interpretin von Opern Richard Wagners bekannt, wird aber auch als Jazz-Sängerin geschätzt.

1. Oktober: Karel Gott (80), tschechischer Tenor, steht fast sechs Jahrzehnte auf der Bühne und verkauft geschätzt mehr als 50 Millionen Tonträger. Viele deutschsprachige Kinder kennen seine Stimme von der Titelmelodie zur Zeichentrickserie „Biene Maja“.

3. November: Friedemann Layer (67), Dirigent, ist zweimal Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim und begeistert vor allem in seiner zweiten Amtszeit (2007-2009) mit intensiven Deutungen.

9. Dezember: Marie Fredriksson (61), schwedische Sängerin, gründet 1986 mit Komponist Per Gessle das Pop-Duo Roxette. Mit „The Look“ schaffen sie 1989 den Durchbruch. „Joyride“, „Listen To Your Heart“ und „It Must Have Been Love“ sind die größten Hits.

20. Dezember: Roland Matthes (69), viermaliger Schwimm-Olympiasieger (1968-1976), gilt als bester Rücken-Spezialist seiner Zeit und als erfolgreichste Rückenschwimmer aller Zeiten. 

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