Kultur

Schauspiel Festspiele in Bad Hersfeld beginnen heute

Viel Geld und Prominenz

Archivartikel

Nach der Ära mit dem stark in der Kritik stehenden Star-Regisseur und Intendant Dieter Wedel blicken die Bad Hersfelder Festspiele mit dem neuen Theater-Chef Joern Hinkel ihrer Saisoneröffnung entgegen. Das bedeutende Freilicht-Festival geht heute mit einem Festakt, viel Prominenz auf dem Roten Teppich vor der Stiftsruine und der Auftakt-Premiere los. Die 68. Festspielsaison (6. Juli bis 2. September) wird mit der Premiere von „Peer Gynt“ eröffnet.

Es basiert auf einem Werk nach der alten norwegischen Sage des Lyrikers Henrik Ibsen. Regisseur Robert Schuster inszeniert das Stück in einer neuen Fassung für die Festspiele. Intendant Hinkel schwärmt über das Stück: „Es handelt sich um großes Welttheater, in dessen Zentrum einer der größten Träumer, aber auch der größten Lügner der Theaterliteratur steht.“

Die Hauptrolle übernimmt Christian Nickel, der sich zu einem der Aushängeschilder der Festspiele entwickelte. Das Publikum bejubelte ihn bereits bei den Eröffnungspremieren der vergangenen Jahre in „Martin Luther – Der Anschlag“ und „Hexenjagd“ – beide inszeniert von Dieter Wedel.

Das Ensemble ist gespickt mit prominenten Schauspieler-Namen. Mit dabei sind Nina Petri, Anouschka Renzi und Corinna Pohlmann. Von den Herren der Schöpfung sind es unter anderen: Andreas Schmidt-Schaller, Pierre Sanoussi-Bliss, André Hennicke und Schauspiel-Bösewicht Claude-Oliver Rudolph.

Es wird mit einem Etat von rund acht Millionen Euro geplant, wie die kaufmännische Leiterin Andrea Jung sagte. Im Vorjahr wurden letztlich rund neun Millionen ausgegeben – das war Rekord.