Kultur

Klassik Neujahrskonzert in Wien begeistert Zuschauer

Viel virtueller Applaus

Archivartikel

Ohne Publikum aber trotzdem mit Live-Applaus hat Maestro Riccardo Muti die Wiener Philharmoniker durch ihr traditionsreiches Neujahrskonzert geführt. Der 79-jährige ließ sich bei der 81. Ausgabe von der schmissigen Musik immer wieder mitreißen und lieferte trotz coronabedingter Einschränkungen eine mitreißende Hommage an die Straußsche Komponisten-Dynastie und ihre Weggefährten. Musik bringe Freude, Hoffnung und Frieden, und sei wichtig für die mentale Gesundheit, sagte Muti vor den traditionellen Zugaben, dem Walzer „An der schönen blauen Donau“ und dem „Radetzky-Marsch“. Er habe eine Botschaft für Regierende in aller Welt: „Betrachten Sie Kultur als eines der Hauptelemente, um eine bessere Gesellschaft zu formen.“ Mit dem Orchester wünschte er dann „Prosit Neujahr“.

Eine Premiere war der Applaus. Dafür hatten sich rund 7000 Menschen weltweit vorher registriert und klatschten vor ihrem Handy, während Tontechniker die Aufnahmen live einspielten. Das Konzert wird nach ORF-Angaben in mehr als 90 Länder übertragen und hat mehr als 50 Millionen Fernsehzuschauer. 

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