Kultur

Serie Geschichte des Berliner Luxuskaufhauses wird verfilmt

Von Heinz inszeniert „KaDeWe“

Archivartikel

Das Kaufhaus des Westens wird zum Star einer ambitionierten Eventserie: Regisseurin Julia von Heinz („Katharina Luther“) wird im Auftrag von ARD Degeto und RBB eine sechsteilige Miniserie über das berühmte Berliner Luxuswarenhaus inszenieren. „KaDeWe“, so der schlichte Titel des Formats, ist als Historiendrama von epischen Proportionen angedacht und soll einen Zeitspiegel gesellschaftspolitischer Veränderungen darstellen. Die Handlung wird sich rund um vier Leute zu Zeiten der Weimarer Republik drehen – „Babylon Berlin“ lässt grüßen. Die Dreharbeiten der Koproduktion von UFA Fiction und Constantin Television/Moovie sind für 2020 angesetzt.

Feuchtwanger im Blick

Von Heinz legt ihren künstlerischen Ansatz als Filmemacherin folgendermaßen dar: Sie wolle ganz im Sinne Lion Feuchtwangers handeln und keine seichte Unterhaltung bieten, „während der Planet zerrissen werde“. Der Autor stellt für die Regisseurin die „bedeutsamste literarische Stimme dieser Zeit“ dar. Die Ära der Weimarer Republik sei für von Heinz „eine Zeit – ähnlich fragil und chaotisch wie die unsere – und dabei voller Freiheiten, Verheißungen und Möglichkeiten“. Von Parallelen zur Gegenwart ist also auszugehen: „KaDeWe“ betrachtet die vielfach ausgezeichnete Filmemacherin demnach als „eine große Freundschafts- und Familiensaga, eine lesbische Liebesgeschichte gegen alle Widerstände und ein Statement zu unserer Gegenwart.“ Produzenten des Formats sind Benjamin Benedict („Lotte am Bauhaus“) und Oliver Berben („Parfum“). 

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