Kultur

Nachruf Barbara Köhler, die den Brentano-Preis erhielt, ist tot

Weiblich, beobachtend

Ganz selbstverständlich fange sie auch die Wucht des Politischen ein, so wurde der Dichterin und Künstlerin Barbara Köhler bescheinigt. Von raffinierten sprachlichen Netzen und Bildern ist die Rede. Köhler, die laut Angaben ihrer Agentur jetzt 61-jährig verstorben ist, war Dichterin und bildende Künstlerin, sie schuf Installationen ebenso wie Gedichte, schrieb Essays und übersetzte auch.

Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihr zugesprochen, darunter 2016 der vom Südwestrundfunk verliehene Peter-Huchel-Preis. 1996 wurde sie mit dem Heidelberger Clemens-Brentano-Preis geehrt – für ihre im Suhrkamp-Verlag erschienene Gedichtsammlung „Blue Box“. Köhler studierte am Leipziger Institut für Literatur und lebte in Duisburg. Ihr erster Lyrikband erschien 1991; sie bekleidete auch Poetik-Dozenturen, etwa in Bonn. Ihre schriftstellerische Rolle beschrieb sie „als beobachtender teil des systems, als lyrikerin, übersetzerin im genus femininum, in einem spiel zwischen den sprachen“. tog

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