Kultur

Jazz Chamber 3 geben sich in der Klapsmühl’ transatlantisch

Weinheims Sonnenküste

Um das transatlantische Verhältnis steht es derzeit nicht zum Allerbesten, wie man weiß. Zumindest in der Politik. In der Kultur sieht es ein bisschen besser aus, selbst Subventionen gelten hier noch nicht als (Handels-) Kriegsgrund. Und so hat der baden-württembergische Kulturfonds eine Aufnahme in den Pearl Jam Studios in Seattle ermöglicht. Steffen Weber (Saxofon) und Christian Eckert (E-Gitarre), beide aus der hiesigen Region stammend, ergänzen sich mit dem US-Drummer Matt Jorgensen schon länger zu der Gruppe Chamber 3.

Die aktuelle Platte stellen sie in Mannheim vor, und in der Klapsmühl’, wo beim IG Jazz-Konzert noch Arne Huber (Kontrabass) hinzutritt, funktioniert der transatlantische Kulturaustausch gewissermaßen arbeitsteilig: Während sich die Europäer als dezent ironisch, reflektiert und manchmal auch ein wenig zögerlich erweisen, lässt der Drummer aus Amerika die Schnörkel einfach weg.

Neubauviertel als Inspiration

Beim Komponieren legt Matt Jorgensen zunächst die Bassline fest –die Melodie wird sich schon finden. Seine Stücke fallen härter, schneller, trockener als die der Europäer aus. Diese sind dafür hintersinnig: Steffen Weber hat sich gar von einem Neubauviertel inspirieren lassen, das im schönen Weinheim liegt, an einem Sonnenhang. „Costa del Sol“ nennt er die Nummer. HGF