Kultur

Antisemitismus-Vorwürfe

Xavier Naidoo siegt vor Gericht

Archivartikel

Popsänger Xavier Naidoo darf nicht als „Antisemit“ bezeichnet werden. Bereits im August 2015 musste sich die Amadeo Antonio Stiftung vor dem Landgericht Mannheim mit dem Sänger einigen, solche Tatsachenbehauptungen zu unterlassen. Nun hat im Streit um Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Popstar das Oberlandesgericht Nürnberg zugunsten des Sängers entschieden. Es bestätigte ein Urteil des Landgerichts Regensburg vom Juli 2018, das einer Referentin der Stiftung untersagte, Naidoo als Antisemiten zu bezeichnen. Die Frau hatte 2018 in Straubing vor Publikum gesagt: „Er ist Antisemit, (…) das ist strukturell nachweisbar.“ Der Sänger hatte sie daraufhin verklagt. Die Referentin hatte gegen das Regensburger Urteil Berufung eingelegt. Der Mannheimer Richter Matthias Stojek hatte 2015 geurteilt: „Die Tatsachenbehauptungen sind im Kern falsch, davon müssen Sie weg.“ 

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