Kultur

Pop Folksänger Luka Bloom in der Alten Feuerwache

Zuflucht bei zwei Gitarren

Archivartikel

Mit Irland verbinden die meisten vor allem Whiskey, Cider und idyllische Landschaften. Doch auch für die Musikszene ist die grüne Insel bekannt. Zu den erfolgreichen Künstlern zählt Kevin Barry Moore, besser bekannt als Luka Bloom. Auf seiner „The Refuge Tour“ gastierte der Singer/Songwriter in der Alten Feuerwache. Im Jahr 2016, als mit dem Brexit und der Wahl von US-Präsident Donald Trump die Welt sich veränderte, habe Bloom eine Zuflucht gesucht. Der Sänger findet Trost im Schreiben von Songs.

Meditative Stille

Seine Lieder bestechen durch Melodien, die sofort ins Ohr gehen, für fast meditative Stille sorgen und das Herz berühren. Seine warme Stimme, gepaart mit dem melodiösen irischen Akzent hinterlassen ein Gefühl von Geborgenheit. „Ich bin ein Landei“, sagt er teils auf Deutsch, teils auf Englisch. Diese Gefühle schildert er im Lied „I’m a bogman“, bei dem er den flotten Rhythmus mit Sprechgesang garniert. Politisch gibt sich Bloom mit seiner Ballade „I’m Not At War With Anyone“, bei der er sich für Frieden einsetzt.

Auch Klassiker dürfen bei seinem Gig nicht fehlen. Sein melancholisches „City of Chicago“, das er einst geschrieben hatte, als sein Bruder nach Amerika auswanderte, singen die Zuschauer mit.

Außerdem setzt er dem verstorbenen Sänger Leonhard Cohen und der Cellistin Jaqueline du Pré ein musikalisches Denkmal. Das fröhliche „Here And Now“ widmet er Leuten, die sich ständig Sorgen machen. Nach mehr als zwei Stunden ohne Pause serviert Luka Bloom den Zuschauern drei Zugaben, darunter auch die Midtempo-Nummer „Rescue Mission“. cap