Ladenburg

Ladenburg Förderverein der Martinsschule plant aufwendige Erneuerung des Außenbereichs

100 000 Euro für Wellengarten

An der Martinsschule in Ladenburg soll der Wellengarten umgebaut werden – der Förderverein der Einrichtung für Körperbehinderte will das Projekt im Außenbereich „nach Kräften unterstützen“, ist dabei aber auf Spenden angewiesen. Wie Schulleiter Steffen Funk in der jüngsten Hauptversammlung der Förderer im Lehrerzimmer ausführte, handele es sich um die Erneuerung eines Pausenhofbereichs, der in Wellen abschüssig verläuft und komplex behinderten Kindern Beschäftigungsmöglichkeiten biete.

Erste Vorbereitungen laufen

Eine schulische Arbeitsgruppe habe sich mit dem Thema beschäftigt und den Rhein-Neckar-Kreis als Schul- und Maßnahmenträger für das Projekt gewonnen. So sei ein Landschaftsplaner aus der Pfalz, der auch Spielplätze der „alla hopp!“-Aktion gestaltet habe, schon vor Ort gewesen. Der Wellengarten passe sich an „Bedürfnisse der sich wandelnden Schülerschaft“ an, stelle aber eine große Herausforderung dar, sagte Sonja Hedderich-Fenske, die scheidende stellvertretende Vorsitzende. Spreche man doch über Gesamtkosten von bis zu 100 000 Euro.

„Für diese Riesenaufgabe brauchen wir Sponsoren“, verdeutlichte Kurt Gredel, der später einstimmig wiedergewählte Vorsitzende. Erfreut fügte er hinzu, dass es bereits erste Gespräche über eine Zusammenarbeit bei der Wellengarten-Aktion mit dem Rotary-Club Heppenheim gegeben hätte. Gredel dankte allen Spendern und den 240 Mitgliedern für ihre Unterstützung im vergangenen Jahr. Ob ein Sommerfest zum 40. Schuljubiläum, Schülergedenkstätte „Mitten im Leben“, Landheime, Schulgarten oder Therapie- und Unterrichtsangebote: Auf den Förderverein sei Verlass. Rektor Funk zeigte sich im Namen der Schulgemeinschaft „glücklich mit all den unterschiedlichen Beiträgen“.

Aus gesundheitlichen Gründen wollte Gredel, der frühere Rektor der Martinsschule, eigentlich nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden kandidieren. Er machte jedoch weiter, weil ihm das Vorstandsteam und die Mitglieder breite Unterstützung zusagten und mit dem neuen Stellvertreter Daniel Hohfeld Verstärkung gewonnen wurde. „Ohne Sonja hätte ich es bis heute nicht geschafft“, sagte Gredel. Die bisherige Vizechefin Hedderich-Fenske war für ihn „oft ein Rettungsanker, und ihr Einsatz war unbezahlbar“. Gredel übergab Hedderich-Fenske zum Abschied einen Gutschein für einen Cafébesuch in der gemeinsamen Heimatstadt Ketsch.

Außenklassen als Treffpunkt

Vorsitzender Gredel erklärte zudem: „Die in Ladenburg geborene Idee der Außenklassen sollte weiter verfolgt werden.“ Die kooperative Organisationsform biete Schülern mit Mehrfachbehinderungen bessere Chancen, auf nichtbehinderte Kinder und Jugendliche zu treffen als Inklusionsklassen, welche gerade Schützlingen der Martinsschule ausstattungsbedingt nicht immer optimale Förderung ermöglichen könnten. „Allgemeinbildende Schulen und sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren sollten miteinander und nicht gegeneinander arbeiten“,verdeutlichte der Vorsitzende des Fördervereins.