Ladenburg

18-jährige Schülerin aus Ladenburg eine Runde weiter

Archivartikel

So spricht der „Pop-Titan“ den Fans von Shanice Porkar aus der Seele: „Du hast einen guten Job gemacht, da kommt echt was ´rüber“, lobt Chefjuror Dieter Bohlen die Ladenburger Kandidatin bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Am Samstagabend hatte RTL die Folge im österreichischen Ischgl gezeigt. Seitdem wissen Millionen von Zuschauern im deutschsprachigen Raum: Die 18-jährige Römerstädterin ist erneut eine Runde weiter.

Die Gymnasiastin der Helen-Keller-Schule Weinheim hat es mit den besten 25 nach Thailand geschafft. „Noch nie in meinem Leben hatte ich so viele Emotionen auf einmal“, berichtet Shanice am Sonntag telefonisch: Von Angst über Glücklichsein bis Erleichterung sei es rundgegangen auf der Gefühlsachterbahn.

Mit der selbstgewählten Ballade „Homesick“ hatte die Ladenburgerin souverän die zweite Recall-Runde auf 1600 Metern Höhe erreicht. Nun soll sie zusammen mit Natia (21) aus Düsseldorf und Joana (17) aus Gronau den vorgegebenen Song „Wolves“ von Selena Gomez einstudieren. Doch gestalten sich die Proben schwierig. Stimmtrainer Prince, DSDS-Sieger von 2016, wirkt nicht zufrieden. „Wenn die nicht in sich gehen und sagen, ich will das, ich muss jetzt alles geben, dann wird das nichts“, sagt er den Zuschauern.

„Die wollen eben das Beste aus uns herausholen“, erzählt uns Shanice, wie sie mit der Kritik umgeht. Schwäche zu zeigen, auch Tränen, das gehöre dazu. „Es ist nicht toll gelaufen beim Vocalcoaching“, sagt sie selbstkritisch. Sie übt die ganze Nacht, bis die Töne sitzen.

„Ohne Fleiß, kein Preis: Das merkt man gerade bei DSDS“, erklärt sie. Sie schwitzt vor Aufregung am ganzen Körper. Gegen das Lampenfieber hilft zweierlei: „Ich trete mir innerlich selbst auf den Po und sage mir: Du musst das jetzt rocken, sonst wirst du dir das nie verzeihen.“ Außerdem trägt sie ein Armband als Glücksbringer. Es funktioniert: Auf den Punkt genau ruft sie ihr Können ab, als es darauf ankommt. Bohlen zeigt sich begeistert. Seine Kollegin fordert: „Zeig´ uns mehr Facetten!“ Juror Xavier Naidoo kann sie nicht überzeugen: „Wenn du nach vorne gelaufen bist, warst du nicht mehr im Song.“

Doch es reicht ja, und Shanice freut sich darüber ausgelassen, wie im TV zu sehen ist. Am kommenden Samstag, 9. März, ist sie in Thailand beim Wettbewerb um den Einzug in die Live-Mottoshows zu beobachten. „Musik bleibt ein Teil meines Lebens, egal wie es läuft, und ich würde mich freuen, wenn ich nach dem Abitur mit Musik durchstarte“, sagt Shanice. Auf Familie und Freunde kann sie sich verlassen: „Die unterstützen mich, wo sie nur können.“