Ladenburg

Ladenburg Auch der zehnjährige Jon Jochum zeigt, was er kann / Gemeinderat und Vereine planen Zukunft des Stadions

50 Helfer packen bei „Tag der Tat“ mit an

Archivartikel

Für Jon Jochum war der „Tag der Tat“ im Ladenburger Römerstadion ein kleines Fest. „Ich stehe gerne früh auf und es macht Spaß, mit dem Laubbläser zu arbeiten: Das wollte ich schon immer mal machen“, sagt der zehnjährige Dalberg-Grundschüler. In seiner Freizeit kickt Jon bei der E-Jugend der Ladenburger Sport-Vereinigung (LSV). „Das ist ein super Stadion, und es wäre schade, wenn es nicht gepflegt wäre“, erklärt Jons Vater Matthias Jochum, warum die beiden an diesem sonnigen Herbstmorgen zum Laubsammeln angetreten sind.

„Es ist ein Highlight für mich zu sehen, dass auch Kinder und Jugendliche sich engagieren und einbringen“, freut sich Harald Kramer, der Chef des städtischen Bauhofs, über die Unterstützung seiner Truppe. „Wir sind mit der laufenden Arbeit zwar derzeit auf einem guten Stand, aber trotzdem dankbar für Ergänzungsarbeiten, zumal für uns der Aufbau des Weihnachtsmarkt auf dem Fahrplan steht.“

Hauptplatz unbenutzbar

Auch Bürgermeister Stefan Schmutz zeigt sich angesichts von insgesamt rund 50 angemeldeten Helfern mit der Resonanz zufrieden: „Da kriegen wir einiges weg.“ Das Römerstadion genieße hohen Stellenwert in der Stadt. „Wir bemühen uns auch, es in Schuss zu halten, doch gelingt uns das nicht so, wie wir uns selbst und die Vereine das wünschen“, räumt Schmutz ein. Es sei vorbildlich, dass Nutzer der Anlage zum dritten Mal mit Hand anlegen. Die Stadt investiere ihrerseits auch regelmäßig in das Stadion.

„Leider ist der Hauptrasenplatz nicht mehr nutzbar“, wiederholte Schmutz, was kürzlich bereits beim Dachverband aller Sportverein zu hören war (wir berichteten). Auf der Basis einer bereits in Auftrag gegebenen Studie sollen sich Gemeinderat und Vereine im kommenden Jahr „über die zukünftige Ausrichtung des Römerstadions Gedanken machen“. Dieser Prozess diene dazu, Entscheidungen über weiter Investitionen vorzubereiten. Auch stehe die Ausschreibung eines Entwurfs der neuen Dreifeldsporthalle für Schul- und Vereinssport ins Haus. Baubeginn der Halle: voraussichtlich 2021.

Mit der dritten Auflage des „Tags der Tat“ sieht Schmutz nun eine Tradition begründet und auch diesmal „eine tatkräftige Truppe am Start“. Er nennt beteiligte Vereine, lobt mitwirkende Stadträte und hebt den erneut umfassenden Einsatz eines Vorstandsmitglieds des Fußballvereins (FV) 03 hervor: „Dietmar Schuff hat sich nicht lumpen lassen und stellt neben Mitarbeitern auch technisches Equipment zur Verfügung.“ In den folgenden Stunden bis zur gestifteten Mittagspause auf der Terrasse der Stadiongaststätte schneiden die Helfer Hecken, reinigen Abwasserrinnen, säubern Sprunggrube und Tribüne. Schmutz räumt als erstes mit FV-Chef Thomas Thieme im Umkleidebereich des Stadions auf. Dort hatte sich so einiges angestaut. Auch ein verstopftes WC nimmt Schmutz in Auegenschein und kündigt an: „Wir kümmern uns darum.“

Zum Thema