Ladenburg

Ladenburg Gemeinderat tagt heute letztmals in alter Besetzung

Änderung am Bebauungsplan Nordstadt

Archivartikel

Am heutigen Mittwoch um 18 Uhr tagt der Gemeinderat der Stadt Ladenburg im Domhofsaal. Es handelt sich um die letzte öffentliche Sitzung in der bisherigen Besetzung am Ratstisch seit 2014, denn in genau drei Wochen, am 17. Juli, tritt das Ende Mai neugewählte Gremium erstmals zusammen. Gleich nach seinem Bericht und der Fragerunde für Einwohner zeichnet Bürgermeister Stefan Schmutz heute Stadträtinnen und Stadträte für zehn- und 20-jährige Zugehörigkeit aus.

Gegen Ende der Sitzung ist überraschend das Neubaugebiet Nordstadt-Kurzgewann Thema: Eine erste Änderung des erst seit knapp einem Jahr rechtsverbindlichen Bebauungsplans ist zu beschließen. Grund: Der Umgang mit dem Planwerk habe gezeigt, so heißt es in der Beschlussvorlage, dass ein Teil der Baugrundstücke nach der aktuellen Landesbauordnung „nur unter erschwerten Bedingungen bebaubar“ sei. Nach Rücksprache mit dem Baurechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises sei für Teilbereiche im nordwestlichen und nordöstlichen Teil des Gebiets eine Anpassung erforderlich.

Darüber hinaus sei der Technische Ausschuss (TA) des Gemeinderats in einer nichtöffentlichen Sitzung am 5. Juni überein gekommen, in den betroffenen Bereichen die Dachneigungen anzupassen. Das beauftragte Planungsbüro informiert heute in der Sitzung auch darüber. Die Zustimmung des Gemeinderats zum neuen Entwurf vorausgesetzt, sind anschließend Öffentlichkeit und Behörden an dem Verfahren zu beteiligen. Ferner gilt es, die bereits beschlossene zentrale Wärmeversorgung für dieses Neubaugebiet als Satzung festzulegen.

Laut Tagesordnung informiert die Stadtverwaltung über den Sachstand beim Breitbandausbau sowie über den Anschluss der örtlichen Schulen und öffentlichen Gebäude an schnelleres Internet. Dazu gibt es am Abend Tischvorlagen. Auf der Agenda steht auch der Bericht der Polizei zur Ladenburger Kriminalstatistik von 2018.

Pädagogin Carolin Rückert und Hanna Fuchs-Brecht stellen das Konzept ihrer geplanten Draußenschule vor (der „MM“ berichtete). Und die Verwaltung präsentiert die Bedarfsplanung zur Kinderbetreuung für das kommende Kindergartenjahr 2019/20. Die Räte diskutieren außerdem einen Entwurf der Fortschreibung des 2015 erstmals aufgestellten Lärmaktionsplans. Dieser gilt als Planungsinstrument, um Maßnahmen wie zum Beispiel Tempo-30-Zonen zur Minderung von Lärm anzuordnen. pj