Ladenburg

Ladenburg Vorweihnachtliches Programm bereitet Zuhörern Freude / Städtische Musikschule für Eltern „ein Aushängeschild der Stadt“

Auch Valentin hat fürs Konzert viel geübt

Viel Beifall hörten junge und ältere Künstler der städtischen Musikschule Ladenburg am späten Sonntagnachmittag. Bei ihrem vorweihnachtlichen Konzert war die evangelische Stadtkirche nahezu voll besetzt. Zu den Höhepunkten zählte ein Medley aus dem Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Zum gemischten Ensemble von Sabine Kilian gehörte auch der neunjährige Valentin an der Blockflöte. 1957 entstandene Melodien wie „I Feel Pretty“ und „America“ waren ihm vor den Proben noch gar nicht bekannt.

„Aber ich habe viel geübt“, berichtet der Dalberg-Grundschüler. Und: „Es hat Spaß gemacht.“ Freude hatte auch das Publikum, und zwar an sieben Auftritten mehrerer Ensembles. Das auch aus Senioren bestehende Ladenburger Streichorchester um Frederik Durczok und Schüler der Musikschule traten zwar erst ganz zum Schluss unter anderem mit dem Walzer aus der Jazzsuite von Schostakowitsch auf. Doch Sunhild Buchinger, eine der Geigerinnen, saß als ehrenamtliche Kirchendienerinnen schon vor Beginn des Konzerts an den Licht- und Tonreglern für den Chorraum.

„Ich habe nach langer Pause vor drei Jahren wieder angefangen, Geige zu spielen, und es ist sehr erfüllend“, erzählt die 74-jährige Ladenburgerin auf Nachfrage. Es sei „sehr schön, dass es das Streichorchester gibt, weil es auch Generationen vereint“. Bereits seit zwölf Jahren widmet sich der heutige Student Ilyas Tokus (18) aus Schriesheim in seiner Freizeit der Violine. „Ich bin ganz entspannt“, sagt er vor seinem Auftritt mit jenem Ensemble. „Er spielt auch wirklich sehr gut, während ich mich mich eher anstrengen muss“, erklärt Kollegin Buchinger schmunzelnd.

„Der Abend hat gezeigt, was die Musikschule leisten kann“, zog Einrichtungsleiter Helmut Baumer zufrieden Bilanz. Für fleißiges Üben und viele Zusatzproben gebühre Schülern und Kollegium gleichermaßen Dank. „Die intensive Vorbereitung hat sich wirklich gelohnt: Es war ein tolles Konzert“, lobte Regina Kailich, eine Vorsitzende des Elternbeirats neben Julia Tasch, die Aufführungen.

Wohl mit bangem Blick auf die städtischen Haushaltsberatungen für 2019 sagte sie unter Beifall: „Wir Eltern hoffen, dass es die Musikschule weiterhin geben wird - ein Aushängeschild für die Stadt ist sie ganz ohne Zweifel.“