Ladenburg

Ladenburg 3. Konzert des Streichorchesters mit heiterem Programm

Auftritte jugendlicher Gäste bezaubern die Zuhörer

Mit einem heiteren Konzert unter dem Titel „Europa und Amerika“ hat das Ladenburger Streichorchester bei seinem Publikum ins Schwarze getroffen. Die Zuhörer forderten mit lang anhaltendem Beifall eine Zugabe, die Frederik Durczok als musikalischer Leiter des Ensembles, das überwiegend aus Laien besteht, gerne gewährte. „Mir hat es sehr gut gefallen“, sagte Pfarrer David Reichert. „Für jemanden, der wie ich mit einer US-Amerikanerin verheiratet ist, hat allein schon das Motto einen schönen Klang“, fügte der Hausherr der evangelischen Stadtkirche hinzu.

Auf dem Programm standen Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Stamitz als Vertreter der europäischen Komponistenkunst. Zwei moderne Werke standen für die Musiktradition Nordamerikas. „In der Hoffnung auf bald wieder mehr europäisch-amerikanische Freundschaft“ eröffnete Durczok das Programm mit einer gelungenen Eigenkomposition solistisch. Da die Kirchenorgel auf der Empore zurzeit eine neue Setzer-Anlage erhält (wir berichteten ausführlich), nahm er dafür an der Truhenorgel im Parterre Platz.

Wunderschöne Harmonieführung

Es folgte der bezaubernde Auftritt eines jugendlichen Geigenquartetts: Klara Plügge, Franziska Rinneberg, Lisa-Marie Kohl und Sonia Becker sind Schülerinnen von Musiklehrer Durczok am St. Raphael-Gymnasium in Heidelberg. Die vier jungen Frauen, die Telemanns Concerto Nummer 2 in D-Dur mit seiner „wunderschönen Harmonieführung“ (Durczok) darboten, blieben nicht die einzigen musikalischen Gäste: Mit Lisa Hammermann und Annika Seiler traten zwei talentierte junge Geigerinnen der städtischen Musikschule Ladenburg als Solistinnen auf. Sie werden unterrichtet von Durcoks Kolleginnen Covadonga Alonso und Constanze Schubert-Heide, die als Ensemblemitglied selbst zum Instrument griff. Beide hatten die von ihren Schülerinnen interpretierten Sätze *aus dem Vivaldi-Concerto in a-Moll mit vorbereitet, wie Durczok lobend hervorhob. Er selbst gibt an der Ladenburger Musikschule Cello-Unterricht und rief im Herbst 2015 dieses Laienorchester ins Leben, das schon ein beachtliches Niveau erreicht hat.

Beim dritten jährlichen Konzert des Streichorchesters spielte der Ladenburger Altstadtrat Rudolf Lutz erste Geige. Die meisten Mitwirkenden stammten aus Ladenburg und Umgebung. Mit einer Ausnahme: Theresia Segeth-Durczok wirkte als Geigenlehrerin der Musikschule Rhein-Pfalz-Kreis und Mutter des Dirigenten mit. Ihm dankte Orchestermitglied Anne Tebben aus Seckenheim mit einem Geschenk für sein „großartiges Engagement“. Das konnte Helmut Baumer als Leiter der städtischen Musikschule nur unterstreichen: „Frederik Durczok ist ein Glücksfall für unser Haus und die Zusammenarbeit mit diesem Ensemble ideal.“ pj