Ladenburg

Ladenburg Geschäftseröffnung in schwierigen Zeiten / Am Sonntag geht es los

Bald gibt es „Ladenburger“

Archivartikel

Von außen ist noch nichts zu sehen, auch wenn Passanten immer wieder versuchen, einen Blick ins Innere des Geschäfts zu erhaschen. Einstweilen sind die Scheiben noch mit Packpapier abgeklebt, aber das Logo an der Hauswand verrät schon, was man hier demnächst bekommt. Nämlich „Ladenburger“.

So heißt der Imbiss von Fatih Demirkol, in dem noch Handwerker ein- und ausgehen, um alles fertig zu bekommen. „Am Sonntag, 10. Mai haben wir das erste Mal offen“, sagt Fatih Demirkol, „von 10.30 bis 21.30 Uhr.“ Diese Öffnungszeiten will er zunächst ausprobieren und freut sich auf den heiß ersehnten Start.

Vegetarische Variante

Doch von vorn: In der Römerstadt kennt man den 33-Jährigen als Betreiber des Café Lopodunum; im Februar begann er mit dem Umbau seines zweiten Lokals, das ein etwas anderes kulinarisches Programm anbieten soll; nämlich Hamburger in verschiedenen Variationen, mal mit Speck, mal klassisch, mal vegetarisch. „Das ist lecker“, sagt der Wirt über die Frikadelle aus Bohnen, Linsen, Haferflocken, Zwiebeln, Gewürzen und Knoblauch, mit der der „Mr. Bean“ belegt wird. Dazu kann man Kartoffelecken bestellen, klassische Pommes oder solche aus Süßkartoffeln, außerdem Garnelen und Salate. „Die Brötchen für die Burger machen wir selbst“, sagt Demirkol. Und wer Lust auf einen Nachtisch hat, kann Milchshakes bestellen, Erdbeere, Vanille, aber auch Bounty oder Oreo. Das alles sollte es eigentlich schon länger geben, inklusive dem Schülermenü für fünf Euro.

Aber die zwangsweisen Schließungen im Gefolge des Coronavirus haben den Ladenburger zurückgeworfen. Was auch daran lag, dass ein anderes Standbein plötzlich nicht mehr da war: Demirkol hat nämlich auch einen Vertrieb für essbare Tassen und Becher, der unverhofft einbrach. „Wir lassen unsere ,crispy cups’ in der Türkei herstellen“, erklärt er: Und dort gab es von jetzt auf gleich kein Mehl mehr. Die Produktion stoppte und damit auch der Absatz an Großhändler und Caterer. Wobei auch Letztere aktuell nicht arbeiten dürfen.

Hoffnung auf Normalisierung

Unverdrossen wurde derweil am Umbau der Räume in der Hauptstraße 20 gearbeitet: Ein neuer Boden wurde verlegt, ein Vorbereitungsraum und eine offene Küche gebaut, dazu an der Inneneinrichtung gefeilt. Nun gibt es kleine Tische auf einem Podest, eine Wanddeko mit Fahrrad, eine Holzverkleidung für den Tresen, schicke Lampen und Klinker-Verkleidungen an den Fenstern. „Ein bisschen retro“, sollte es sein, sagt der Chef, der sich zufrieden umschaut.

Die Gäste werden zunächst nicht viel davon haben, der Sitzbereich wird mit Kordeln abgetrennt, Aufkleber auf dem Boden sollen die Kunden voneinander fernhalten. Aber er hofft auf eine zunehmende Normalisierung der Zustände und hat bereits die Genehmigung für eine Außenbestuhlung beantragt. Und auch im Privatleben des Familienvaters tut sich bald etwas: Ende des Monats erwarten Demirkols ihr zweites Kind. stk

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