Ladenburg

Ladenburg Kunstausstellung im Lobdengau-Museum mit Werken des bekannten Künstlers aus Burkina Faso zur 35-jährigen Partnerschaft mit Garango

Bambara: „Alle Figuren sind meine Kinder“

Archivartikel

Seit 1983 pflegt Ladenburg eine intensive Partnerschaft mit dem im westafrikanischen Burkina Faso gelegenen Garango nach dem Motto dieser Ausstellung „O Kounassou – Zusammenleben“.Zur Feier dieser bereits 35 Jahre währenden besonderen Verbindung befindet sich aktuell eine Delegation aus der Partnerstadt in Ladenburg. Anlässlich dieses Jubiläums eröffnete kürzlich im Lobdengau-Museum eine Kunstausstellung mit Werken des Bildhauers Jean Luc Bambara.

Der 1963 in Garango geborene Bildhauer ist einer der bekanntesten Künstler in Burkina Faso (ehemals Obervolta). Seine Werke sind in seinem Land sehr begehrt und unter anderem im für Künstler aus aller Welt geöffneten Skulpturenpark „Sculptures de Laongo“ zu sehen. Große Beachtung wird Bambara auf seinen internationalen Ausstellungen und bei seinen handwerklich-künstlerisch strukturierten Workshops zuteil.

Bambaras einziger Ausstellungsstandort in Deutschland ist Ladenburg. Seine Großplastik „La Protection“ steht schon seit geraumer Zeit als Symbol für gelebte Partnerschaft vor der Stadtmauer am Museum.

Museumsleiter Dr. Hensen und Ladenburgs Bürgermeister Stefan Schmutz eröffneten vor zahlreichen Gästen, inclusive etlicher Stadträte und Mitglieder der Delegation aus Garango, die Ausstellung. Der symphatische Künstler Jean Luc Bambara meinte bei der Vorstellung: „Alle Figuren sind Unikate und meine Kinder. Sie entstehen aus profanen Alltagssituationen als Inspiration und aus verschiedenen Materialien, wie Holz, Stein und Bronze.“ Alle Figuren dieser Ausstellung sind aus Bronze gefertigt. „Mere et enfant“(Mutter und Kind) ist dabei ein großes Thema. Dazu sind noch verschiedene außergewöhnliche Exponate aus landestypischem Schmuck zu sehen.

Im schönen Ambiente der ehemaligen Bischofsresidenz galt der Dank des Bürgermeisters für die Vorbereitung und Ausführung dieser „exzellenten Veranstaltung“ der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Dr. Gabriele Ensink, dem Altbürgermeister Rainer Ziegler als Ideengeber und Initiator, dem Hausherrn Andreas Hensen für den Aufbau und die professionelle Betreuung der Exponate und schließlich allen Helfern des Garango-Vereins sowie den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Ingo Kuntermann war der profunde Übersetzer.

Alle Exponate dieser Ausstellung gibt es zu Preisen zwischen 90 und 380 Euro zu kaufen. Sie können nach Beendigung der Ausstellung am 7. Oktober in Empfang genommen werden. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr.